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2.2.2009 von Hans Ulrich Gresch.
Zu Beginn der neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts überraschte der amerikanische Psychiater Joseph Biederman die Fachwelt mit der These, dass auch kleine Kinder häufig an einer bipolaren Störung erkranken könnten. Menschen mit bipolarer Störung leiden unter extremen Stimmungsschwankungen. Die Extrempole sind Hochstimmungen, verbunden u. a. mit Selbstüberschätzung, Übererregtheit und riskantem Verhalten auf der einen Seite, sowie düsteren Verstimmungszuständen u. a. mit Niedergeschlagenheit, Hoffnungslosigkeit und Selbstmordgedanken auf der anderen Seite… Weiterlesen…
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31.1.2009 von Hans Ulrich Gresch.
Früher galt der Alkoholismus als Sünde oder Charakterschwäche. Als ihn die Medizin dann zur Krankheit erklärte und die Justiz dieser Einstufung folgte, wurde dies von wohlmeinenden Menschen als wissenschaftlicher Fortschritt betrachtet. Seit vielen Jahrzehnten wird eine beständig wachsende Zahl von Substanzen mit bewusstseinsverändernden Wirkungen per Gesetz als Rauschmittel deklariert und verboten. Wer sie im Übermaß konsumiert, gilt als Süchtiger.
Früher glaubte man, Psychotiker seien von Dämonen besessen; mitunter meinte man auch, der göttliche Funke sei in sie eingeschlagen. Später wurden Menschen, die ihre außergewöhnlichen Erfahrungen nicht mehr unter Kontrolle hatten, als “Schizophrene” in psychiatrischen Lehrbüchern beschrieben und in diagnostische Manuale aufgenommen. Wohlmeinende Menschen begrüßten dies als wissenschaftlichen Fortschritt.
Und so wurde eine große und immer noch wachsende Zahl von Verhaltensmustern und Erlebnisweisen zu medizinischen Problemen erklärt. Die amerikanische Soziologie prägte für diesen Vorgang den Begriff “medicalization”. Die deutsche Übersetzung “Medikalisierung” ist dem Sachverhalt noch angemessener, weil er so unschön klingt, wie es die hässliche Sache verdient.
Nun werden die wohlmeinenden Menschen verständnislos mit dem Kopf schütteln. Schließlich würden heute, dank dieser Medikalisierung, arme, gequälte, leidende Menschen nicht mehr von Exorzisten traktiert oder in Zwangsjacken gesteckt, sondern von qualifizierten Fachkräften wissenschaftlich fundiert behandelt.
Dieses Argument klingt beim ersten Hinhören überzeugend. Man bleibt auch überzeugt, solange man die Nase nicht in die einschlägige Fachliteratur steckt. Dort nämlich finden sich, versteckt unter einem Wust von Lobhudeleien und Propaganda einschlägiger Interessengruppen, wissenschaftliche Studien zur Effizienz der üblichen Behandlungen für die sog. psychisch Kranken.
Die Methoden der Psychotherapien, heißt es da, gestützt auf eine Vielzahl empirischer Studien, seien für den Erfolg der Therapie unwichtig. Die Qualifikation des Therapeuten sei ebenso unerheblich, blutige Laien erzielten keine schlechteren Ergebnisse. Bedeutender schon seien die Persönlichkeit des Psychotherapeuten und sein Glaube an die Wirksamkeit der von ihm gewählten Methode. Einen größeren Einfluss habe auch die “Chemie” zwischen dem Psychotherapeuten und seinem Patienten. Doch all dies sei nicht entscheidend. Der therapeutische Wirkfaktor, der alle anderen Einflussgrößen weit in den Schatten stelle, sei die Veränderungsbereitschaft und -fähigkeit des Patienten.
Nun, rufen einige aus dem Chor der wohlmeinenden Menschen, die Psychotherapie… das ist halt so eine Sache. Auf der anderen Seite habe die Psychopharmakologie gewaltige Fortschritte gemacht. Früher sei der Langzeit-Patient charakteristisch für die Nervenheilanstalten gewesen, heute betrage die durchschnittliche Verweildauer in modernen Kliniken nur noch wenige Tage.
Das ist aber erfreulich, antworte ich. Vielmehr, so korrigiere ich mich, das wäre ja erfreulich, wenn es denn stimmte. Ob es stimmt, steht allerdings in den Sternen, die, entgegen der Meinung vieler Astrologen, durchaus manchmal lügen. Man halte sich vor Augen, dass die Geschicke der Patienten psychiatrischer Anstalten vor dem Siegeszug der Psychopharmaka nicht systematisch statistisch erfasst wurden. Wir wissen daher gar nicht, ob sich die durchschnittliche Verweildauer tatsächlich verkürzt hat. Manche hätten es nur zu gern so, weil eine mutmaßliche Entwicklung dieser Art wunderbar im Einklang steht mit dem propagierten Fortschrittsglauben.
Doch viel gewichtiger als solche Zahlenspielereien ist die Tatsache, dass, nach einer Vielzahl von systematischen Meta-Evaluationen der Wirkung von Psychopharmaka, nüchtern festgestellt werden muss: Sie sind in der Regel kaum effektiver als Placebos. In dieser Hinsicht unterscheiden sie sich also keineswegs positiv von den Psychotherapien. Anders als diese aber haben sie teilweise gravierende, unerwünschte Neben- und Folgewirkungen. Und oft helfen sie, wenn überhaupt, nur kurzfristig; bei langfristiger Einnahme überwiegen die Nachteile oft eindeutig die Vorteile.
Vom Fortschritt der Medikalisierung bleibt also nicht viel übrig, wenn man die Dinge etwas genauer unter die Lupe nimmt. Natürlich: die Medikalisierung hat viele Ärzte und psychologische Psychotherapeuten in Arbeit und Brot gebracht, und auch die Pharma-Industrie verdient nicht schlecht daran. Doch - unabhängig vom segensreichen Wirken dieser Berufsstände und Branchen - leisten nach wie vor die Patienten die Hauptarbeit bei der Überwindung der sog. psychischen Störungen. Ganz gleich, ob man ihnen in der Psychopharmaka-Therapie bittere Pillen oder in der Psychotherapie bittere “Wahrheiten” zu schlucken gibt: Es hängt von ihrer Motivation und ihrer Kompetenz zur Selbstveränderung ab, ob die “Behandlung” erfolgreich ist oder nicht.
Doch die psychiatrische Propaganda verfehlt ihre Wirkung auf die Öffentlichkeit nicht. Betroffene und Nicht-Betroffene glauben mehrheitlich, dass psychische Krankheiten tatsächlich existierten und mit medizinischen Mitteln, wenn überhaupt, geheilt werden könnten. Dadurch werden nicht nur die Einkommen der beteiligten Berufsstände und Branchen legitimiert, sondern auch die Patienten entmündigt. Diese Entmündigung spricht natürlich den Tatsachen Hohn, denn wenn einer von ihnen “geheilt” wird, dann nicht trotz seiner Unmündigkeit, sondern dank seiner Mündigkeit.
Wenn ich die Existenz psychischer Krankheiten leugne, so bedeutet dies keineswegs, dass ich die Augen vor den Verhaltensweisen und Erlebnisformen verschließe, auf die sich diese Diagnosen beziehen. Zweifellos gibt es Menschen mit problematischem Verhalten. Man kann dieses Verhalten sicher auch als gestört auffassen, wobei man sich aber immer auch fragen sollte, wer da mehr gestört ist: der Patient oder seine Umwelt.
Die Störung beschränkt sich ja nicht auf die einzelne Person; vielmehr ist die Umwelt, in der sich der “Gestörte” bewegt, mehr oder weniger gestört. Wo liegen die Ursachen? Viele Menschen neigen dazu, die Ursache im sog. Patienten zu verorten. Diese Sichtweise wird ja auch durch die moderne Neuro-Psychiatrie bestärkt, die zu jeder dieser angeblichen psychischen Krankheiten ein Brain-Scan mit allerlei Absonderlichkeiten vorweisen kann. Ob diese Absonderlichkeiten nun aber die Ursache oder die Folge der Störung (die den Betroffenen und seine Umwelt einschließt) sind, vermag niemand zu beurteilen.
Jedenfalls können die Brain-Scans diese Frage nicht klären. Aber, so rufen die wohlmeinenden Menschen, es gäbe ja auch noch die Zwillingsforschung. Zeigt diese nicht, dass psychische Störungen zu einem großen Teil angeboren sind?
Die Zwillingsforschung zeigt dies schon, antworte ich ermattet, korrigiere mich dann aber wieder, der Vernunft gehorchend: Die Zwillingsforschung könnte dies u. U. zeigen, wenn sie die notwendigen methodischen Voraussetzungen erfüllen würde. Damit sie aussagekräftig ist, muss sie eineiige Zwillinge miteinander vergleichen, die getrennt aufgewachsen sind, und zwar in deutlich unterschiedlichen Milieus. Alle anderen Zwillingsstudien können aus logischen Gründen nur Ergebnisse hervorbringen, die man nicht eindeutig interpretieren kann. Nun gibt es aber nur wenige Zwillingspaare, die diese Voraussetzungen erfüllen, und noch weniger Zwillingspaare können für genetische Studien dieser Art rekrutiert werden. Und so ist die Zwillingsforschung beim gegenwärtigen Stand der Forschung keineswegs in der Lage nachzuweisen, dass psychische Störungen überwiegend auf den Erbanlagen beruhen.
Was bleibt also von den sog. psychischen Krankheiten? Offenbar nur, dass es sich um Normabweichungen handelt. Es ist aber keineswegs logisch zwingend, Normabweichungen als medizinische Probleme zu definieren. Ein simples Beispiel: Früher betrachtete die Psychiatrie die Homosexualität als psychische Krankheit - heute würde sich kein Psychiater mehr trauen, diverse Bürgermeister deutscher Städte oder andere hochrangige Politiker als Kranke einzustufen, nur weil sie mit Partnern des gleichen Geschlechts Sex haben.
Da also keineswegs bewiesen ist, dass psychische Störungen Krankheiten im medizinischen Sinne sind und da derartige Diagnosen offensichtlich auf sozialen Bewertungen beruhen, ist aus meiner Sicht eine Psychodiagnose eine Verleumdung des so Diagnostizierten.
Die störenden Verhaltensmuster und Erlebnisweisen sind natürlich da, keine Frage. Ich betrachte sie - wertfrei - als Strategien der Lebensbewältigung, die problematisch, gar riskant sein können, aber nicht müssen. Als Problemlösungsstrategien gehören sie zu Lebensstilen, die eine Lebenspraxis prägen. Diese Lebenspraxis aber vollzieht sich nicht im luftleeren Raum, sondern sie entfaltet sich gemäß der Möglichkeiten und Grenzen des jeweiligen Gesellschaftssystems.
Will man also die sog. psychischen Krankheiten verstehen, dann muss man die Lebensgeschichte des Betroffenen analysieren. Nur die Lebensgeschichte bezieht alle relevanten Faktoren ein - Brain-Scans können durchaus aufschlussreich sein, aber nur vor dem Hintergrund dieser Lebensgeschichte. Um die Lebensgeschichte eines Betroffenen analysieren zu können, muss man ihm zuhören, muss man den Storys lauschen, die er über sich und seine Welt zu erzählen weiß. Es mag ja sein, dass der Betroffene seine eigene Lebensgeschichte nur bruchstückhaft kennt und in der Erinnerung verzerrt. Aber wer würde sie denn besser kennen als er? Die Psychiater? Die diagnostischen Manuale? Die Lehrbücher? Sein Friseur?
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30.1.2009 von Hans Ulrich Gresch.
Dank rasanter Entwicklung bei den Computern und den Tomographen können die Psychiater, Neurologen und Psychologen dem Hirn bei der Arbeit zuschauen und die Bilder werden immer präziser. Der Hype begann in den Vereinigten Staaten und schwappt nun auch nach Deutschland über: Die traditionellen Psycho-Wissenschaften mutieren zur Neuro-Psychiatrie, Neuro-Psychologie, Neuro-Psychotherapie und Neuro-Psychoanalyse.
Die Biologisten sonnen sich im Aufwind. Was ihre Vorväter Ende des 19. Jahrhunderts bereits verkündeten, bestätigt offensichtlich die moderne Wissenschaft: Psychische Störungen sind Hirnerkrankungen. Ist doch klar, oder. Können Brain-Scans lügen?
Natürlich nicht. Für Leute, die nicht an eine unsterbliche Seele glauben (und deren Zahl nimmt erfreulicherweise zu)… für diese Leute steht fest, dass unser Verhalten und Erleben ein Effekt unseres Nervensystems ist. Und so ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass sich die Hirnaktivität von Menschen mit extremen Ängsten, abweichenden Gedanken, chronischer seelischer Verstimmung, Störungen der Aufmerksamkeit usw. systematisch von der Hirnaktivität der “Normalen” unterscheidet.
Wenn aber das Verhalten und Erleben grundsätzlich vom Nervensystem abhängt, dann sollte man erwarten, dass sich immer dann systematische Unterschiede zeigen, wenn Personengruppen durch unterschiedliche Lebenspraxis gekennzeichnet sind. Ein sog. Schizophrener, der beispielsweise früh verrentet wurde und seine Tage vor dem TV-Gerät oder im Patienten-Club einer wohltätigen Organisation verbringt, beschäftigt sich zwangsläufig mit anderen Dingen als beispielsweise ein Architekt, der von morgens bis abends Häuser entwirft. Ein Mensch mit Angst vor Menschen wird sich anders verhalten, anderes erleben als eine Betriebsnudel.
Solche Unterschiede der Aktivität finden sich aber nicht nur in Vergleichen zwischen den sog. psychisch Kranken und den Normalen. Nehmen wir z. B. Taxifahrer. Man mag von diesen Leuten ja halten, was man will, die Unterstellung, sie seien generell psychisch krank, wäre sicher abwegig. Nun haben britische Wissenschaftler Londoner Taxifahrer in die Röhre geschoben und ihr Gehirn durchleuchtet. Sie stellten fest, dass bei den “Black-Cab-Drivers” eine Hirnregion, der Hippocampus deutlich gegenüber der Normalbevölkerung vergrößert war.
Bedeutet dies, dass diese Normabweichung pathologisch ist, dass es sich beim Taxifahren in London um eine psychische Krankheit handelt? Eher scheint das Gegenteil der Fall zu sein: Wer in dieser Stadt Taxi fährt, brauch Seelenruhe und ein sonniges Gemüt. Neurophysiologische Normabweichungen berechtigen also nicht zu einer psychopathologischen Diagnose. Vor allem aber ist keineswegs klar, ob sie die Ursache oder die Folge des von der Norm abweichenden Verhaltens sind. Es wäre kaum plausibel anzunehmen, dass Menschen mit einem angeboren vergrößerten Hippocampus nicht eher ruhen, bis sie Taxifahrer in London geworden sind.
Die Marketing-Experten der Pharma-Industrie sollten sich durch solche rationalen Erwägungen aber nicht vom Kurs abbringen lassen. Schließlich zeigen die Befunde der Neuro-Marketing-Forschung eindeutig, dass der Konsument bei seiner Kaufentscheidung von seinen Emotionen beherrscht wird. Die fürs Emotionale zuständigen Hirnareale leuchten in den Brain-Scans auf wie Weihnachtsbäume, wenn Konsumenten in der Röhre zwischen Waren wählen sollen. Allein die Erwähnung einer Marke wirkt da Wunder. Was für Coca-Cola oder Mercedes gilt, sollte doch auch auf Psychopharmaka zutreffen. Warum also sollte man den Verstand der Konsumenten übermäßig beanspruchen, wenn die gefühlsmäßig schlichte Botschaft, ein Medikament entstöre das Gehirn, seine Wirkung nicht verfehlt?
Außerdem ist es unklug, wenn Werbung Dissonanzen zum herrschenden Zeitgeist erzeugt. Wir leben schließlich in einer individualistischen Gesellschaft, in der jeder seines Glückes Schmied ist. In einer solchen Gesellschaft stößt natürlich die Botschaft auf Unverständnis, dass die sog. psychischen Krankheiten Ursachen hätten, die von der Gesellschaftsstruktur abhängen. Nein, nein, das kann nicht sein. Wer psychisch gestört ist, bei dem stimmt etwas im Dachstübchen nicht. Wir sind OK, die sind nicht OK. Oder?
Die Wissenschaft hat’s bewiesen. Was soll man da noch lange diskutieren?
PS: Aber - wenn doch das Individuum das Maß aller Dinge ist, warum messen wir dann das Verhalten und Erleben der sog. psychisch Kranken an kollektivistischen Maßstäben, an der Norm?
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9.1.2009 von Hans Ulrich Gresch.
Seitdem sich die Medizin der Seele bemächtigt hat, produziert sie am laufenden Band Absurditäten. Sie hat diese inzwischen zur Wissenschaft veredelt, die sie Psychiatrie nennt. Nur begreifen dies die wenigsten Ärzte, und darum quälen sie sich mit einem Studium herum. Einer, der dies begriffen hatte, der Dr. Gerd Postel, a.k.a. Dr. Dr. Klemens Bartholdy machte allerdings in der Psychiatrie Karriere, obwohl er nur gelernter Postbote war.
Wie in schlechten Ärzte-Witzen beruht die “Wissenschaft” der Psychiatrie auf einer hochtrabenden Begriffswelt mit nichts dahinter. Beständig kommen neue sog. psychische Krankheiten hinzu, fortwährend werden neue Medikamente zur Behandlung dieser angeblichen Krankheiten auf den Markt geworfen, obwohl es keinerlei wissenschaftliche Beweise dafür gibt, dass diese Krankheiten mehr sind als ein willkürliches Etikett - ein Etikett, das man hilflosen Menschen anheftet, deren Verhalten Missfallen erregt hat.
Dies ist die graue Theorie. Die Praxis dahinter ist bunt, so bunt wie das Arsenal der Pillen, mit denen Psychiater und andere Doktores diese so genannten psychischen Krankheiten kurieren. In aller Regel ist deren Wirkung entweder dämpfend oder stimulierend, hemmend oder erregend. Hinter der Vielfalt der Begriffe steht die Einfalt der puren Mechanik: Bremse oder Gaspedal.
Mitunter aber kommt es vor, dass störendes Verhalten verschwindet, ohne dass Psychiater die chemische Keule geschwungen haben. Die Medizin hat dafür einen schönen, entlarvenden Begriff: Spontan-Remission. Dieser Begriff suggeriert, dass die Krankheit plötzlich ohne erkennbare Ursache verschwunden sei - spontan eben.
Mitunter unterliegt sogar die Krankheit “Psychiatrie” einer Spontan-Remission. Lange Zeit galt z. B. die Homosexualität als Perversion, als psychische Krankheit. Heute ist sie aus allen diagnostischen Manualen der Psychiatrie wieder verschwunden. Wenn das keine Spontan-Remission ist!? Nur die Psychoanalyse ist noch nicht kuriert. Den Jüngern Freuds gilt die Homosexualität immer noch als Krankheit. Doch die Psychoanalyse ist ja auch, schenkt man Karl Kraus Glauben, die Krankheit, für deren Kur sie sich ausgibt.
Doch Spaß beiseite: Der Begriff Spontan-Remission suggeriert, dass die so genannten psychischen Krankheiten Prozesse seien, die sich unabhängig vom Willen des Betroffenen entwickeln und u. U. auch wieder verschwinden. Diese Suggestion ist erforderlich, weil sonst nämlich die Usurpation der Psychiatrie im Reich der Seele nicht begründet oder gerechtfertigt werden könnte.
Im traditionellen medizinischen Weltbild ist nämlich der Patient ein unwissendes, passives Objekt wissenschaftlich fundierter, aktiver ärztlicher Maßnahmen. Sein Wille ist allenfalls in Form der sog. “compliance” gefragt, also der Bereitschaft, sich ärztlichen Anordnungen willig zu beugen.
Nach meiner Erfahrung ist aber der Wille die entscheidende Dimension, die den sog. psychischen Krankheiten zugrunde liegt. Der sog. psychisch Kranke will psychisch krank sein. Die sog. psychische Krankheit ist nämlich eine Form der Bewältigung von Lebensproblemen, eine Strategie und Taktik, ein Lebensstil. Es handelt sich um einen Lebensstil, der teilweise durch psychiatrische Denkfiguren vorfabriziert wurde.
Aber er ist nicht ausschließlich eine Kreation der Psychiatrie. Viele der Verhaltensweisen, die heute in irgend ein Bündel von psychiatrischen Symptomen eingeordnet werden, beruhen auf einer Logik, die sehr leicht als Zwangsläufigkeit des Alltags durchschaut werden könnte, hinter der sich durchsichtige Interessen verbergen.
Dies wird man aber nicht durchschauen, wenn man sich das Hirn von den psychiatrischen Hirngespinsten verkleben lässt. Man muss dann schon die Rolle des Willens näher unter die Lupe nehmen. Mir ist bewusst, dass viele meiner Leser, sofern sie nicht schon längst mit dem Lesen aufgehört haben, nur noch mit dem Kopf schütteln und den Psychiatern recht geben können. Will denn der arme Schizophrene, der von Wahn und Ängsten geplagt ist, wirklich psychisch krank sein? Will denn der Alkoholiker, der gerade Ehe und Karriere zerstört, wirklich weitersaufen? Wie viele Raucher würden gern aufhören, wenn sie nur könnten!
Ja, ich weiß. Die sog. psychischen Störungen, die ich als riskante Lebensstile bezeichne, bergen in der Tat oft mehr oder weniger stark ausgeprägte, selbstzerstörerische Tendenzen. Aber wer sagt denn, dass der Mensch nicht auch Selbstzerstörung wollen kann?
Kein Süchtiger wird mit vorgehaltenem Maschinengewehr dazu gezwungen, die Schnapsflasche zu leeren, sich die Spritze zu geben, Pillen zu schlucken. Kein Depressiver könnte in ein schwarzes Loch fallen, wenn er es nicht zugelassen hätte. Kein Schizophrener unterläge einem Wahn, wenn er sich an diesen nicht klammerte wie ein Ertrinkender an den berühmten Strohhalm.
Der Wille ist aus dem Gefüge der menschlichen Seele nicht wegzudenken. Sogar das so genannte Unbewusste, das unser Verhalten angeblich gegen unseren Willen steuert, ist ein Produkt absichtlicher Operationen, der so genannten Abwehrmechanismen. Diese sind aber gar nicht mechanisch, sondern es handelt sich um Steuerungen unserer Aufmerksamkeit, die erfolgen, weil wir vor unserer Angst kapituliert haben und nun ein Unbewusstes haben wollen.
Und so gibt es bei den so genannten psychischen Krankheiten auch keine Spontan-Remissionen. Wenn beispielsweise ein Alkoholiker das Saufen aufgibt und dabei Erfolg hat, ohne dass ihm Psycho-Experten dabei geholfen hätten, dann ist diese erfreuliche Entwicklung keineswegs eine Spontan-Remission. Daran ist nichts spontan. Vielmehr hat der Alkoholiker sich entschieden, nicht mehr zu trinken, und er hat diese Entscheidung durchgehalten. Das aber ist eine Frage des Willens.
Natürlich. Nun kommt die Frage, was denn eigentlich der Wille sei. Der Wille sei doch etwas Nebelhaftes, etwas Philosophisches, etwas naturwissenschaftlich nicht Greifbares. Demgegenüber sei alleweile die psychiatrische Sprache vorzuziehen, die ja auch neurophysiologisch unterfüttert sei. Vom Willen zu reden, hieße, ins 19. Jahrhundert oder gar ins Mittelalter zurückzufallen.
Über die Vorzüge der psychiatrischen Sprache will ich mich nicht streiten. Für kritikwürdig allerdings halte ich die psychiatrische Praxis, die mit dieser Sprache verkleidet wird. Und diese Kritik gilt nicht nur den extremen Varianten dieser Praxis, die in Form von Zwangsbehandlungen in geschlossenen Abteilungen stattfinden. Zu bemerken ist auch, dass die angeblich so erfolgreiche, vorherrschende Behandlung mit Psychopharmaka die völlige Ahnungslosigkeit hinsichtlich des menschlichen Seelenlebens verschleiert.
Ahnungslosigkeit? Hätte die Psychiatrie eine Ahnung, dann müsste sie den Schizophrenen nicht raten, lebenslang Neuroleptika zu schlucken, weil sie die Schizophrenie nicht heilen, sondern nur deren Symptome unterdrücken könnten. Hätte die Psychiatrie eine Ahnung, dann wären ihre diagnostischen Manuale mehr als nur eine Sammlung von angeblichen Symptomen von angeblichen Krankheiten ohne theoretischen und empirischen Unterbau.
Braucht die Psychiatrie eine Ahnung?
Nein, nicht wirklich. Wir alle, wir Menschen brauchen eine Ahnung, was unser Wille ist und was unsere Verantwortung.
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23.12.2008 von Hans Ulrich Gresch.
Man glaubt es kaum, aber es ist so. Psychiater und Psychotherapeuten sind oftmals unfähig zu logischem Denken, zumindest partiell. Diesen Eindruck zumindest habe ich gewonnen durch zahlreiche Beratungsgespräche mit Klienten, die von Pontius zu Pilatus gelaufen und dann schließlich bei mir gelandet sind.
Diese Menschen hatten ungewöhnliche Erfahrungen gesammelt, genauer: durchlitten und waren nicht in der Lage oder willens, diese allein zu verkraften. Sie brauchten Unterstützung, um diese oft bedrohlichen, Angst und Stress auslösenden Erfahrungen zu meistern.
Und so gingen diese Menschen zu einem Psychiater oder Psychotherapeuten - ach, was schreibe ich da? Sie brachten eine Odyssee hinter sich durch Praxen und Kliniken, um immer wieder dasselbe zu hören zu bekommen: Sie seien paranoid, sie würden sich das alles nur ausdenken, sie müssten diese oder jene Pille schlucken, dann würden sie von ihren Wahnideen erlöst. Irgend etwas mit ihrem Hirnstoffwechsel stimme nicht und das sei angeboren. Dumm gelaufen, eben.
Wenn nun der Gastwirt, der Friseur oder der Ehepartner in dieser Weise auf ungewöhnliche Erfahrungen reagieren würde, hätte ich dafür in Grenzen Verständnis. Manche dieser Erfahrungen klingen ja beim ersten Hinhören durchaus verrückt. Doch ein Psychiater, ein Psychotherapeut, ein Fachmann, eine Fachfrau?
Ein Experte sollte doch wissen, wie der Hase läuft. Nehmen wir einmal an, der Experte glaube ernsthaft daran, sein Klient oder Patient leide unter Wahnideen. Dann sollte ihm eigentlich klar sein, dass es völlig fruchtlos ist, diesen Menschen mit dieser “Wahrheit” zu konfrontieren, weil der “Paranoiker” dies nicht akzeptieren kann. Vielmehr wird er glauben, der Psycho-Experte sei selbst Teil der “Verschwörung”.
Glaubt der Psycho-Experte aber selbst nicht an seine eigene Diagnose, dann führt er sich erst recht ad absurdum, wenn er sie dennoch dem Patienten nahelegt. Denn eine Behandlung auf Basis einer wissentlich unglaubwürdigen Diagnose ist ja ein Widersinn.
Ich kann nur darüber spekulieren, warum schätzungsweise 98 Prozent der Psychiater und Psychotherapeuten bei Patienten, denen sie eine paranoide Psychose unterstellen, in der beschriebenen, höchstgradig unlogischen Weise reagieren.
Die erste, spontane Erklärung bestünde darin, dass es sich um eine Berufskrankheit handelt. Diese Leute sind einfach überfordert, stehen unter Stress - und wer gestresst ist, hat oft Probleme, logisch zu denken, weil die Emotionen durchbrechen.
Die zweite Erklärung wäre, dass diese Leute schon schwach in Logik waren, bevor sie ihren Beruf ergriffen. Vielleicht zieht dieses Gewerbe ja Menschen an, die von Haus aus nicht so versiert sind im folgerichtigen Denken.
Eine weitere, dritte Erklärung lautet: Man will, dass sich die Betroffenen defekt und minderwertig fühlen, oder dass sie angesichts dieser unerhörten Anschuldigung, paranoid zu sein, ausrasten, durchdrehen, sich “gemeingefährlich” aufführen. Derartige Reaktionen würden es den Psycho-Experten nämlich leichter machen, diesen Patienten Neuroleptika aufs Auge zu drücken, eventuell sogar zwangsweise.
Diese Neuroleptika, so liest und hört man immer wieder, sollen ja ein verdammt gutes Geschäft sein für die Pharmaindustrie.
Es geht natürlich auch anders. Die Lösung ist verblüffend einfach. Wie wäre es, wenn wir unsere Klienten mit ungewöhnlichen Erfahrungen einfach ernst nehmen und respektieren würden. So schlau jedenfalls bin ich wirklich nicht, dass ich eindeutig erkennen könnte, was Wahn, was Wirklichkeit sei. Das ist auch nicht meine Aufgabe. Ich bin kein Philosoph, kein Detektiv. Ich begleite und berate Menschen, die Unterstützung brauchen, um seelische Probleme zu lösen, um ihre Persönlichkeit zu entfalten, um mehr Durchblick zu bekommen.
Die Erfahrungen meiner Klienten, wie ungewöhnlich sie auch immer sein mögen, deute ich nicht als Wahn oder Wirklichkeit, sondern als Ressourcen, als Hilfs- und Kraftquellen, die - gewusst natürlich wie - auf die Mühlen der eigenen Interessen geleitet werden können. So zu handeln, liegt selbstverstädnlich nicht nur im Interesse meiner Klienten, sondern auch in meinem eigenen. Mein eigenes Leben wird dadurch leichter. Ist das nicht schön? Was spricht dagegen?
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7.9.2008 von Hans Ulrich Gresch.
Persönlichkeit ist ein Repertoire von Verhaltensweisen, kombiniert mit einem System von Regeln. Dadurch unterscheiden sich Persönlichkeiten voneinander. Ein Beispiel für eine solche Verhaltensweisen wäre “Aufbrausen”. Die Regel dazu könnte lauten: “Wenn eine Provokation einen gewissen subjektiven Schwellenwert überschreitet, dann brause auf.”
Unter Aufmerksamkeit versteht man den Prozess der Konzentration unseres Geistes auf bestimmte Bereiche unseres Bewusstseins. Was im Brennpunkt der Aufmerksamkeit steht, erscheint klar und deutlich; alles andere gerät in den Hintergrund und wird dort weniger, kaum noch oder gar nicht beachtet.
Unsere Aufmerksamkeit ist also selektiv. Sie kann sich nach außen richten und Gegenstände oder Vorgänge einschließen, oder sie kann sich nach innen richten und sich unseren Gedächtnisinhalten widmen (Erinnerung). Bleiben gewisse äußere oder innere Zusammenhänge dauerhaft ausgepart, sprechen wir von Abwehr (Verdrängung, Verleugnung, Projektion, Dissoziation etc.).
Zu den Verhaltensweisen und Regeln, die unsere Persönlichkeit konstituieren, zählen auch Regeln und Verhaltensweisen, die der Aufmerksamkeit zuzurechnen sind. Ist beispielsweise ein Mann sehr sachorientiert, rational und nüchtern, dann wählt seine Aufmerksamkeit andere Brennpunkte als seine Ehefrau, wenn diese sehr beziehungsorientiert, emotional und überschwänglich ist. Die unausweichlicen Konflikte zwischen den Beiden sind also auch persönlichkeitsbedingt.
Wenn wir einen Menschen als multiple Persönlichkeit bezeichnen, dann verhält sich diese so, als wohnten mehrere Persönlichkeiten unter ihrer Schädeldecke. Der Grund dafür besteht darin, dass der betroffene Mensch mal das eine Repertoire von Verhaltensweisen mit den zugehörigen Regeln aktiviert und mal das andere. Da die jeweils aktivierte Persönlichkeit auch die Aufmerksamkeitssteuerung konfiguriert, kann es vorkommen, dass die jeweils aktivierte Persönlichkeit nichts von der Existenz der anderen unter der Schädeldecke des Betroffenen hausenden Persönlichkeiten weiß.
Es handelt sich hier also um ein Subjekt, dass auf der Bühne des Lebens unterschiedliche Charaktere verkörpert. Man kann eine multiple Persönlichkeit durchaus mit einem Schauspieler vergleichen, der völlig in seinen Rollen aufgeht. Heute steht er als King Lear auf der Bühne und es steht für ihn außer Frage, King Lear zu sein. Morgen gibt er den Faust und hat keinen Zweifel daran, dass er sich der Magie ergeben hat und mit dem Teufel spricht. Übermorgen wieder ist er der Hase Harvey, den es nach Grünzeug gelüstet. In seiner Freizeit ist er der Burgschauspieler Edelbert Liebtmich und nichts anderes.
Wird ein solcher fiktiver Schauspieler Realität, dann haben wir eine ausgeprägte multiple Persönlichkeit vor uns. Meist handelt es sich um einen Schauspieler wider Willen. Warum?
Weil er von geheimdienstlichen oder militärischen Organisationen durch Folter, Hypnose, Drogen und ein ausgefeiltes System der Dissoziativen Verhaltensmodifikation von Kindesbeinen an so abgerichtet wurde. Eine multiple Persönlichkeit ist das Opfer geheimdienstlicher oder militärischer Projekte.
Immer?
Immer dann, wenn die oben beschriebenen Selbstinszenierungen zwanghaften Charakter besitzen und den Symptomen einer komplexen Zwangserkrankung gleichen, dann kann kaum ein Zweifel daran bestehen, dass der Betroffene ein Opfer derartiger Projekte geworden ist.
Wirklich immer?
Ja. So etwas entsteht nicht spontan. So etwas entsteht auch nicht durch einen selbstbestimmten Lernprozess. Es handelt sich hier vielmehr um das Ergebnis eines systematischen, wissenschaftlich fundierten Trainings.
Wozu?
Die multiple Persönlichkeit ist eine Marionette in den Händen ihrer Erzeuger. Sie führt bedenkenlos Befehle aus, und koste es auch das eigene Leben. Für jede Aufgabe wurde eigens eine “Persönlichkeit” geschaffen, deren Sinn im Leben darin besteht, die jeweilige Aufgabe zu meistern.
Wie funktioniert das?
Vor allem durch Folter. Jeder Mensch hat seinen Bruchpunkt. Zunächst leistet das Opfer, ein Kleinkind, Widerstand, doch wenn der Bruchpunkt überschrittet ist, dann wird es höchstgradig suggestibel und unterwürfig. Es tut dann alles, was der Folterer will. Dies ist eine genetisch programmierteReaktion für ausweglose Situationen, in denen die einzige Überlebenschance darin zu bestehen scheint, sich in dieser Weise zu verhalten. Inzwischen beginnt man, die neurophysiologischen Grundlagen dieses Prozesses durh empirische Befunde zu verstehen.
Was ist von den Tätern zu halten?
Sie stehen auf einer moralischen Stufe mit den Nazi-Ärzten, die in Nürnberg zum Tod durch den Strang verurteilt wurden.
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7.3.2008 von Hans Ulrich Gresch.
Das Borderline-Syndrom gilt als schwere psychische Erkrankung, die oft durch massive Störungen der Beziehungen zwischen Eltern und Kind in der frühen Kindheit hervorgerufen wurde. Psychotherapeuten fürchten diese Klienten, weil sie unberechenbar, undankbar und oft aggressiv oder verführerisch sind. Nicht selten fallen sie ihren Mitmenschen zur Last. Ein Borderliner genügt, um eine Arbeitsgruppe oder gar ein ganzes Unternehmen aufzumischen.
Die Schizotypische Persönlichkeitsstörung ist ein tiefgreifendes Muster sozialer und zwischenmenschlicher Defizite, das in schweren Fällen das Zusammenleben mit diesen Menschen zur Qual machen kann.
Bei näherer Betrachtung zeigt sich aber, dass unsere Welt, so wie sie ist, ohne die viel geschmähten Borderliner und schizotypisch Persönlichkeitsgestörten überhaupt nicht funktionieren würde. Denken Sie doch nur an die Politik. Ohne Menschen mit der Doppeldiagnose Borderline- und Schizotypische Persönlichkeitsstörung in den Führungsetagen könnte keine Partei funktionieren, müsste sich jedes Parlament auflösen und Wahlen wären auch nicht zu gewinnen. Denn - und das ist das Überraschende - sobald sich ein schizotypischer Borderliner politisch betätigt, verehren ihn die Massen. ==> Lesen Sie weiter…
Geschrieben in Persönlichkeitsstörungen, Psychopathologie, Politik, Psychiatrie | Drucken | 1 Kommentar »