Infos

Sie befinden sich in den Archiven der Kategorie Persönlichkeitsstörungen.

September 2010
M D M D F S S
« Mai    
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
27282930  

Archiv der Kategorie Persönlichkeitsstörungen

Irritationen

Manche Leser meiner Bücher und Artikel zu den Themen “Bewusstseinskontrolle”, “Ritueller Missbrauch” und “Multiple Persönlichkeitsstörung” finden meine Thesen irritierend, halten sie womöglich sogar für widersprüchlich. Einerseits beschreibe ich, wie Kinder durch die Methoden der Bewusstseinskontrolle in Menschen verwandelt werden, die sich so verhalten, als ob mehrere Persönlichkeiten unter ihrer Schädeldecke hausten. Andererseits bestreite ich, dass Multiple Persönlichkeitsstörungen existieren, bezeichne sie sogar als Schwindel. Einerseits schildere ich das entsetzliche Leiden, das die Methoden der Bewusstseinskontrolle durch Persönlichkeitsspaltung hervorrufen, andererseits warne ich Betroffene davor, sich in psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung zu begeben.

Dies klingt in der Tat widersprüchlich - und wer meine Schriften oberflächlich liest, überfliegt, auszugsweise oder nur vom Hörensagen kennt, man sich berechtigt fühlen, meine Seriosität in Frage zu stellen.

Wenn man einmal von meinen begrenzten sprachlichen Möglichkeiten absieht, so besteht mein Problem, mich verständlich zu machen, vor allem darin, dass ich gegen eingefleischte Vorurteile argumentieren muss. Zu den wichtigsten Vorurteilen, die hier eine Rolle spielen, zählen:

  1. Das Vorurteil, es gäbe so etwas wie “psychische Krankheiten”.
    Es gibt sie nicht. Wenn man sich die psychiatrischen Diagnose-Manuale genauer anschaut, so stellt man fest, dass die angeblichen “psychischen Krankheiten”oder “psychischen Störungen” durch Abweichungen von sozialen Normen definiert werden - und nur dadurch. Es handelt sich bei diesen “Krankheitsbildern” stets um eine Reihe von Verhaltensweisen, die deutlich häufiger oder seltener gezeigt werden als von den so genannten Durchschnittsmenschen.
    Soziale Normen sind aber keine medizinischen Parameter. Die Probleme, die durch Normabweichungen aufgeworfen werden, sind auch keine medizinischen, sondern es handelt sich dabei um soziale Konflikte.
  2. Das Vorurteil, die psychiatrische Diagnose sei identisch mit den Verhaltensweisen, auf sie sie sich bezieht.
    Das ist eindeutig falsch. Wenn jemand beispielsweise die Existenz der Schizophrenie bezeichnet, dann wird ihm oft entgegengehalten, es gäbe doch Menschen, die durchgeknallt sind, die spinnen, die einem Wahn verfallen sind. Natürlich gibt es Menschen, deren Erleben, deren Überzeugungen von der Norm abweichen. Es gibt Menschen, die sich beispielsweise verfolgt fühlen, obwohl es dafür nicht die Spur eines Beweises gibt. Diese Menschen sind aber nicht schizophren, sie irren sich nur. Einem Irrtum zu unterliegen, ist keine Krankheit. Die Probleme, die aus derartigen Irrtümern entstehen, sind auch keine medizinischen, sondern soziale.
  3. Das Vorurteil, dass Menschen, die von sozialen Normen abweichen und deren Motive rätselhaft sind, psychiatrisch oder psychotherapeutisch behandelt werden müssten.
    Wenn die Punkte 1 und 2 zutreffen, dann ist es im Grunde überflüssig zu begründen, warum auch die unter dem Punkt 3 genannte Auffassung ein Vorurteil ist. Hinzufügen möchte ich noch, dass es natürlich Menschen gibt, die unter ihren Abweichungen von sozialen Normen leiden. Es gibt selbstverständlich auch Menschen, die gern wieder normal sein würden, dies aber nicht schaffen. Fraglos gibt es auch Menschen, die nicht wissen, warum sie es nicht schaffen. Wenn es auch zutrifft, dass Krankheiten Leiden hervorrufen können, so ist der Umkehrschluss doch falsch, dass nämlich Leiden stets durch Krankheiten verursacht würden. Das Leiden unter Normabweichungen wird ebenso wie die Tendenz zur Normabweichung selbst durch soziale Lernprozesse, durch zwischenmenschliche Interaktionen hervorgebracht. Zwischenmenschliche Beziehungen aber sind keine Krankheit.

Nach dieser Vorrede kann ich mich nunmehr der so genannten Multiplen Persönlichkeitsstörung zuwenden. Es gibt sie natürlich nicht. Dieser Krankheitsbegriff bezieht sich auf einen Sachverhalt, der keine Krankheit ist. Zwar existiert dieser Sachverhalt, aber er wird nicht durch eine Krankheit hervorgebracht, sondern durch menschliche Interaktionen, nämlich durch eine Form der Bewusstseinskontrolle. Die Bewusstseinskontrolleure richten Menschen von Kindesbeinen an durch Folter, Drogen, Hypnose, sensorische Deprivation, Elektroschocks und eine entwürdigende Erziehung ab, sich so zu verhalten, als ob mehrere Persönlichkeiten unter ihrer Schädeldecke hausten.

Selbstverständlich sind auch die Verhaltensweisen, auf die sich die Diagnose der Multiplen Persönlichkeitsstörung bezieht, Abweichungen von sozialen Normen. Hier steht die Norm der Verlässlichkeit im Vordergrund. Das soziale Umfeld der Betroffenen empfindet diese als launisch, flatterhaft, unbeständig, kapriziös, unstet und wankelmütig. Das stört natürlich, zumal man sich dieses schwankende Verhalten nicht zu erklären vermag.  Die Menschen des sozialen Umfelds wissen ja nicht, dass sich die Betroffenen nur entsprechend ihrer Dressur verhalten. Sie würden den Sinn dieses scheinbar bizarren Verhaltens verstehen, wenn sie die Methoden und die Ziele der Täter kennen würden.

Wird bei den Betroffenen nun eine Multiple Persönlichkeitsstörung diagnostiziert, so werden dadurch zwangsläufig - bewusst oder unbewusst, absichtlich oder unabsichtlich - die Täter vor Entdeckung geschützt. Dann handelt es sich bei den Betroffenen mit dieser Diagnose angeblich um Menschen, deren Verhalten Ausdruck einer Krankheit ist, die sich aufgrund überwältigender Traumata in ihrer Kindheit entwickelt hat. Die bizarren Verhaltensweisen werden demnach als Strategien gedeutet, mit denen die Betroffenen versucht haben, diese Traumata zu bewältigen. Mit anderen Worten: Die Betroffenen haben ihre bizarren Verhaltensmuster selbst kreiert. Das ist aber aus entwicklungspsychologischer Sicht unmöglich, weil sich - auch nach der offiziellen Theorie der “Krankheitsursachen”  - diese Verhaltensmuster in früher Kindheit entwickeln. In dieser Entwicklungsphase besitzen die Kinder aber noch gar nicht die kognitiven und affektiven Voraussetzungen, um solche Verhaltensmuster selbständig aufzubauen. Sie sind in diesem Alter noch weitestgehend auf vermittelndes Lernen angewiesen. Das heißt: Die Verhaltensmuster, die von der Psychiatrie als Multiple Persönlichkeitsstörung gedeutet werden, sind das Ergebnis einer Dressur. Etwas anderes kommt gar nicht in Frage.

Diese Menschen als Kranke zu behandeln, heißt, ihnen den schwarzen Peter zuzuschieben. Diese Menschen sollen sich ändern, aber das System, dessen Marionetten sie sind, darf unverändert weiterbestehen. Das ist pervers, sehr pervers.

Wie in schlechten Filmen

Wer Frauen mit Partnerschaftsproblemen berät, stößt fast unvermeidlich auf einen Grund, der für Männer nur schwer nachvollziehbar ist. Es handelt sich um eine Erwartung an den Partner, derer sich, trotz ihrer Allgegenwart, viele Ehemänner und Lebensgefährten gar nicht bewusst sind.

Viele Frauen mit Partnerschaftsproblemen erwarten von ihren Männern, dass diese die Bedürfnisse ihrer Ehefrau oder Lebensgefährtin erahnen. Die Männer sollen auf diese Wünsche eingehen, ohne dass sie ihnen eigens mitgeteilt werden müssten. Diese Frauen sind fest davon überzeugt, dass ein Mann, der sie wirklich liebe, dazu nicht nur willens, sondern auch in der Lage sei. Im Umkehrschluss bedeutet dies natürlich, dass ein Mann, der ihr nicht jeden Wunsch von den Augen abliest, sie auch nicht wirklich liebt.

Nun sind Männer in aller Regel weder Hellseher, noch mit besonders ausgeprägten intuitiven Gaben ausgestattet, die es ihnen ermöglichten, allzu tief in die Psyche der Frau an ihrer Seite einzudringen. Sogar Sigmund Freud, der Begründer der Psychoanalyse, bekannte einmal, dass er nach mehreren Jahrzehnten der Erforschung weiblicher Seelen immer noch nicht die Frage beantworten könne, was die Frau eigentlich wolle.

Wer Männer mit Partnerschaftsproblemen berät, kommt also nicht umhin, diese darauf hinzuweisen, dass ihre Frauen sich möglicherweise von ihren Ehemännern oder Lebensgefährten aus dem genannten Grund nicht geliebt fühlen. In aller Regel reiben sich die so Aufgeklärten dann die Augen, blicken irritiert und ungläubig um sich, manchen kommen auch die Tränen wie überforderten kleinen Kindern. Ist alles verloren?

Nachdem diese Männer ihre Fassung halbwegs wiedergewonnen haben, wollen sie natürlich wissen, aus welchen Tiefen der weiblichen Seele diese Erwartung kommt und welchen - hilf Himmel! - welchen gottverdammten Grund es dafür geben mag, von Männern aus Fleisch und Blut titanenhafte Fähigkeiten zu erwarten.

Das erste, was uns Männern dazu einfällt, sind die Liebesfilme aus Hollywood und all die romantischen TV-Serien, in denen Erwartungen wie diese kultiviert werden.In solchen Streifen und Streifchen sind selbstverständlich die Partner vom Schicksal füreinander bestimmt, die Männer umsorgen und beschützen ihre Frauen rührend selbst unter den allerwidrigsten Umständen und die Frauen danken es ihnen durch eine bei aller Emanzipation letztlich bedingungslose Bereitschaft zur Unterordnung.

Mancher Mann atmet dann beruhigt auf. Der Schuldige ist dingfest gemacht. Handfeste Aufklärung über die Verlogenheit und Realitätsferne dieser Filme wird helfen. Doch gemach, lieber Mann. Für wie dumm hältst du deine Frau eigentlich? Glaubst du wirklich, deine Frau könne nicht erkennen, dass diese Filme verlogen und wirklichkeitsfern sind?

“Ja, aber warum sind sie dann so wild auf diese Filme?”

Rätsel über Rätsel. Und warum raucht mancher Mann, trinkt zu zu viel, isst zu viel - obwohl er genau weiß, wie schädlich das ist? Sein Verstand ist einsichtig, doch das Unbewusste macht ihm einen Strich durch die Rechnung. Das Ich ist nicht der Herr im eigenen Haus.

Den Frauen geht es nicht anders. Diese Hollywood-Filme, diese romantischen TV-Serien erfüllen tief sitzende, unbewusste Bedürfnisse vieler Frauen. In ihrem Buch “Weiblicher Narzissmus” beschreibt Bärbel Wardetzki es als das Kern-Syndrom des weiblichen Hungers nach Anerkennung (Kösel-Verlag). Der Grund: Viele Frauen besitzen kein stabiles Selbstwertgefühl. Sie brauchen also immer wieder hochdosierte Anerkennung und Bestätigung - wie der Junkie die Spritze.

Die Liebesfilme sind also nicht die Ursache des Problems, aber sie verstärken es und sie behindern eine Lösung.

“Ja, wir Frauen sind aber so emotional, das können Männer nicht verstehen!”

Das habe ich auch schon bemerkt, liebe Frau. Viele Frauen sind sehr emotional, wie kleine Kinder. Das liegt aber nicht an der weiblichen Biologie, sondern daran, dass sie im Patriarchat ein Leben lang wie kleine Kinder bleiben sollten: hilfsbedürftig, niedlich, anhänglich, unselbständig, gefühlsinnig bis -duselig… und natürlich ohne kritisch rationales Bewusstsein.

Doch damit sollte jetzt eigentlich Schluss sein.

Aufmerksamkeit und Persönlichkeit

Persönlichkeit ist ein Repertoire von Verhaltensweisen, kombiniert mit einem System von Regeln. Dadurch unterscheiden sich Persönlichkeiten voneinander. Ein Beispiel für eine solche Verhaltensweisen wäre “Aufbrausen”. Die Regel dazu könnte lauten: “Wenn eine Provokation einen gewissen subjektiven Schwellenwert überschreitet, dann brause auf.”

Unter Aufmerksamkeit versteht man den Prozess der Konzentration unseres Geistes auf bestimmte Bereiche unseres Bewusstseins. Was im Brennpunkt der Aufmerksamkeit steht, erscheint klar und deutlich; alles andere gerät in den Hintergrund und wird dort weniger, kaum noch oder gar nicht beachtet.

Unsere Aufmerksamkeit ist also selektiv. Sie kann sich nach außen richten und Gegenstände oder Vorgänge einschließen, oder sie kann sich nach innen richten und sich unseren Gedächtnisinhalten widmen (Erinnerung). Bleiben gewisse äußere oder innere Zusammenhänge dauerhaft ausgepart, sprechen wir von Abwehr (Verdrängung, Verleugnung, Projektion, Dissoziation etc.).

Zu den Verhaltensweisen und Regeln, die unsere Persönlichkeit konstituieren, zählen auch Regeln und Verhaltensweisen, die der Aufmerksamkeit zuzurechnen sind. Ist beispielsweise ein Mann sehr sachorientiert, rational und nüchtern, dann wählt seine Aufmerksamkeit andere Brennpunkte als seine Ehefrau, wenn diese sehr beziehungsorientiert, emotional und überschwänglich ist. Die unausweichlicen Konflikte zwischen den Beiden sind also auch persönlichkeitsbedingt.

Wenn wir einen Menschen als multiple Persönlichkeit bezeichnen, dann verhält sich diese so, als wohnten mehrere Persönlichkeiten unter ihrer Schädeldecke. Der Grund dafür besteht darin, dass der betroffene Mensch mal das eine Repertoire von Verhaltensweisen mit den zugehörigen Regeln aktiviert und mal das andere. Da die jeweils aktivierte Persönlichkeit auch die Aufmerksamkeitssteuerung konfiguriert, kann es vorkommen, dass die jeweils aktivierte Persönlichkeit nichts von der Existenz der anderen unter der Schädeldecke des Betroffenen hausenden Persönlichkeiten weiß.

Es handelt sich hier also um ein Subjekt, dass auf der Bühne des Lebens unterschiedliche Charaktere verkörpert. Man kann eine multiple Persönlichkeit durchaus mit einem Schauspieler vergleichen, der völlig in seinen Rollen aufgeht. Heute steht er als King Lear auf der Bühne und es steht für ihn außer Frage, King Lear zu sein. Morgen gibt er den Faust und hat keinen Zweifel daran, dass er sich der Magie ergeben hat und mit dem Teufel spricht. Übermorgen wieder ist er der Hase Harvey, den es nach Grünzeug gelüstet. In seiner Freizeit ist er der Burgschauspieler Edelbert Liebtmich und nichts anderes.

Wird ein solcher fiktiver Schauspieler Realität, dann haben wir eine ausgeprägte multiple Persönlichkeit vor uns. Meist handelt es sich um einen Schauspieler wider Willen. Warum?

Weil er von geheimdienstlichen oder militärischen Organisationen durch Folter, Hypnose, Drogen und ein ausgefeiltes System der Dissoziativen Verhaltensmodifikation von Kindesbeinen an so abgerichtet wurde. Eine multiple Persönlichkeit ist das Opfer geheimdienstlicher oder militärischer Projekte.

Immer?

Immer dann, wenn die oben beschriebenen Selbstinszenierungen zwanghaften Charakter besitzen und den Symptomen einer komplexen Zwangserkrankung gleichen, dann kann kaum ein Zweifel daran bestehen, dass der Betroffene ein Opfer derartiger Projekte geworden ist.

Wirklich immer?

Ja. So etwas entsteht nicht spontan. So etwas entsteht auch nicht durch einen selbstbestimmten Lernprozess. Es handelt sich hier vielmehr um das Ergebnis eines systematischen, wissenschaftlich fundierten Trainings.

Wozu?

Die multiple Persönlichkeit ist eine Marionette in den Händen ihrer Erzeuger. Sie führt bedenkenlos Befehle aus, und koste es auch das eigene Leben. Für jede Aufgabe wurde eigens eine “Persönlichkeit” geschaffen, deren Sinn im Leben darin besteht, die jeweilige Aufgabe zu meistern.

Wie funktioniert das?

Vor allem durch Folter. Jeder Mensch hat seinen Bruchpunkt. Zunächst leistet das Opfer, ein Kleinkind, Widerstand, doch wenn der Bruchpunkt überschrittet ist, dann wird es höchstgradig suggestibel und unterwürfig.  Es tut dann alles, was der Folterer will. Dies ist eine genetisch programmierteReaktion für ausweglose Situationen, in denen die einzige Überlebenschance darin zu bestehen scheint, sich in dieser Weise zu verhalten. Inzwischen beginnt man, die neurophysiologischen Grundlagen dieses Prozesses durh empirische Befunde zu verstehen.

Was ist von den Tätern zu halten?

Sie stehen auf einer moralischen Stufe mit den Nazi-Ärzten, die in Nürnberg zum Tod durch den Strang verurteilt wurden.

Kurze Notiz zur DID

Manchen meinen, ein Mensch mit einer Dissoziativen Identitätsstörung (bzw. Multiplen Persönlichkeitsstörung) bestünde aus mehreren, voneinander unabhängigen Identitäten, seine Persönlichkeit sei zerbrochen.

Gegen diese These wurden zu recht erkenntnistheoretische und praktische Einwände vorgebracht. Allein schon die Beobachtung, dass sog. multiple Persönlichkeiten im Alltag durchaus nicht wie eine Rotte unkoordinierter Einzelwesen funktionieren, sondern durchaus in der Lage sein können, jahrelang ein verhältnismäßig unauffälliges Leben zu führen, müsste Zweifel an der  Realität unabhängiger Identitäten nähren.

Inzwischen geht auch die experimentelle Forschung dieser Frage nach. Wenn die Identitäten untereinander tatsächlich durch eine amnestische Barriere getrennt wären, dann dürften neue Informationen nur der jeweils aktiven Identität bekannt sein, den anderen aber nicht. Dass die amnestische Barriere aber keineswegs so undurchlässig ist, wie Betroffene vorgeben, zeigt z. B. die neue Studie von  Kong, Allen & Glisky.

Für mich sind derartige Befunde keine Überraschung. Manche mögen sie dazu veranlassen, das Kind mit dem Bade auszuschütten und den Sinn der Diagnose DID bzw. MPD generell zu bestreiten. Dies jedoch halte ich, gerade angesichts der Daten, für verfehlt. Aus meiner Sicht haben Menschen mit dieser Diagnose keineswegs einen Schwarm von Identitäten oder Persönlichkeiten in sich. Sie sind, wie wir alle, nur eine Persönlichkeit mit einer Identität. Sie haben sogar eine sehr ausgeprägte Persönlichkeit, nämlich die Persönlichkeit eines Virtuosen der Selbst- und Fremdtäuschung wider Willen.

Diese Persönlichkeiten haben gelernt, sich selbst und andere zu täuschen. In ihnen steckt, wie in uns allen, ein vorpersönlicher Subjektkern, der gelernt hat und beständig daran arbeitet, sich selbst in einer Weise zu inszenieren, die nach Außen das Bild einer geschlossenen Persönlichkeit abgibt. Bei normalen Menschen folgt diese Inszenierung immer nur einem Drehbuch, das zwar modifiziert und weiterentwickelt werden kann, das aber dennoch zum Bild einer einheitlichen Persönlichkeit führt.

Bei einer sog. multiplen Persönlichkeit ist das aber anders. Hier arbeitet das unpersönliche Subjekt, diese noch formlose, gebündelte Willenskraft mit mehreren Skripts. Welches Skript realisiert wird, hängt von Umweltreizen ab. Zum Drehbuch gehört es, dass die jeweils inszenierte Persönlichkeit sich der Vielzahl seiner Inszenierungen nicht bewusst sein darf. Sie handelt so wie ein Schauspieler mit Gedächtnisstörungen, der auf der Bühne den König Lear gibt, aber nicht eine Sekunde lang in Frage stellt, tatsächlich König Lear zu sein. Bei jeder anderen Rolle ist es genau so. Fällt der Vorhang, ist er wieder Gottfried Müller und weiß nicht, dass er jemals der Hase Harvey war.

Das vorpersönliche Subjekt ist eine intelligente Struktur, die über alle Informationen verfügt, über die auch ein normaler Mensch in der gleichen Situation verfügen würde. Sie teilt aber drehbuchgemäß den einzelnen inszenierten Persönlichkeiten nur bestimmte Informationen zu. Sie kontrolliert also den Fokus der Aufmerksamkeit dieser inszenierten Persönlichkeiten. Diese inszenierten Persönlichkeiten agieren also guten Glaubens, aber sie sind Ausgeburten der Lüge.

Die spannende Frage: Warum verhält sich eine multiple Persönlichkeit so? Aus meiner Sicht gibt es nur eine Antwort, die dieses Phänomen in einer Weise zu erklären vermag, die nicht noch mehr Fragen aufwirft als beantwortet. Diese Menschen wurden - von Kindesbeinen an - dressiert, sich so zu verhalten. Ihr vorpersönliches Subjekt wurde mechanisiert, durch ausgefeilte psychische und physische Folter.

Aus panischer Angst vor der Folter hat das vorpersönliche Subjekt den Zwang entwickelt, sich gemäß der ihm eingepflanzten Drehbücher, und ausgelöst durch entsprechende Hinweisreize, in dieser oder jener Form zu inszenieren. Zwänge sind Automatismen, die der kritischen Reflexion entzogen sind. Eine multiple Persönlichkeit wird kreiert, indem man durch Folter-Konditionierung Automatismen aufbaut und sie der kritischen Reflexion entzieht. Die DIS / MPS ist also eine spezifische, künstlich herbeigeführte Zwangserkrankung.

Die Amnesien zwischen den “Alters”, also den inszenierten Persönlichkeiten sind als Teil der Drehbücher autohypnotische Phänomene, psychogene Gedächtnisstörungen. Man kann sich dem Verständnis des unpersönlichen Subjekts nähern, wenn man sich mit der Hidden-Observer-Forschung beschäftigt. Der “Hidden Observer” ist eine hypnotisch erzeugte Struktur, die wahrnimmt, was dem Bewusstsein des Hypnotisierten durch einen hypnotischen Befehl verborgen bleibt, z. B. Schmerz. Erhält der “Hidden Observer” den vorher vereinbarten Befehl, reproduziert er seine Wahrnehmungen wahrheitsgemäß.

Es bleibt hier nicht mehr viel zu sagen, außer: Wer macht so was, wer kommt in Frage. Antwort: Leute mit dem entsprechenden Know-how und entsprechenden Interessen. Die üblichen Verdächtigen: Geheimdienste, Streitkräfte, ggf. sehr reiche, sehr einflussreiche Kriminelle. Ob es da Unterschiede zwischen den drei Gruppen gibt?

PS: Die sog. multiplen Persönlichkeiten sind nicht multipler als andere Menschen auch. Wir alle haben ein Nervensystem, das aus teilautonomen Subsystemen zusammengesetzt ist. Wir alle haben ein Unbewusstes, das unser Verhalten steuert, ohne dass unser Bewusstsein in jedem Fall die Gründe zu erraten vermag. Diese beiden Faktoren sind sehr sinnvoll, der Mensch wäre kein Mensch ohne sie. Sie lassen sich aber auch zweckentfremden. Wer diese Prozesse versteht, kann beispielsweise eine DID / MPS produzieren und so Menschen mental versklaven.

Schizotypische Borderline-Politiker

Das Borderline-Syndrom gilt als schwere psychische Erkrankung, die oft durch massive Störungen der Beziehungen zwischen Eltern und Kind in der frühen Kindheit hervorgerufen wurde. Psychotherapeuten fürchten diese Klienten, weil sie unberechenbar, undankbar und oft aggressiv oder verführerisch sind. Nicht selten fallen sie ihren Mitmenschen zur Last. Ein Borderliner genügt, um eine Arbeitsgruppe oder gar ein ganzes Unternehmen aufzumischen.
Die Schizotypische Persönlichkeitsstörung ist ein tiefgreifendes Muster sozialer und zwischenmenschlicher Defizite, das in schweren Fällen das Zusammenleben mit diesen Menschen zur Qual machen kann.

Bei näherer Betrachtung zeigt sich aber, dass unsere Welt, so wie sie ist, ohne die viel geschmähten Borderliner und schizotypisch Persönlichkeitsgestörten überhaupt nicht funktionieren würde. Denken Sie doch nur an die Politik. Ohne Menschen mit der Doppeldiagnose Borderline- und Schizotypische Persönlichkeitsstörung in den Führungsetagen könnte keine Partei funktionieren, müsste sich jedes Parlament auflösen und Wahlen wären auch nicht zu gewinnen. Denn - und das ist das Überraschende - sobald sich ein schizotypischer Borderliner politisch betätigt, verehren ihn die Massen. ==> Lesen Sie weiter…

|