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März 2010
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Archiv der Kategorie Mind Control

Neues Buch über Mind Control

Gesprächspartner gesucht!

Für ein neues Buch suche ich Gesprächspartner, die

1. Opfer foltergestützter Bewusstseinskontrolle wurden (”ritueller Missbrauch”)
2. Opfer elektronischer Bewusstseinskontrolle wurden (Besendung)
3. während ihrer Bundeswehrzeit mit Atomwaffen zu tun hatten (Spezial-Sperrzüge u. ä.)
4. in Kindheit und Jugend im Kindererholungsheim Ehlers (St. Peter-Ording) waren.

Schreiben Sie mir bitte eine eMail. Wenn Sie mir eine Telefonnummer im deutschen Festnetz und einen Termin nennen, rufe ich zurück.

Beratung zur Hypnose und Bewusstseinskontrolle

Mein Buch “Unsichtbare Ketten” wurde von meiner Web Site inzwischen rund 35.000-mal heruntergeladen. Auch andere, teilweise sehr gut besuchte Server bieten dieses eBook zum Download an. Es dürften also mindestens 50.000 Kopien im Umlauf sein. Das Buch wird teilweise auch auf mit anderen eBooks aus dem Netz auf CDs und DVDs vertrieben.

Diese an sich erfreuliche Resonanz hat allerdings auch eine Konsequenz, die mich vor Probleme stellt. Die Zahl der Leser, die mich anrufen oder anschreiben, steigt beständig - besonders seitdem der Fernsehsender RTL II in seiner Sendung “Welt der Wunder / Brainwash” ein Interview mit mir ausstrahlte.

Natürlich bin ich für Ermutigung und Kritik dankbar. Beides beflügelt meine Arbeit. Aber der damit verbundene Zeitaufwand ist doch beträchtig. Viele Menschen, die mich kontaktieren, möchten gern eine Beratung - am liebsten natürlich kostenlos.

Kostenlose Beratung ist jedoch aus mehreren, vor allem aber aus Zeitgründen nicht möglich. Wer von mir in Sachen “Mind Control” beraten werden möchte, muss wie alle meine Kunden meine Arbeitskraft bezahlen. Pro Stunde verlange ich grundsätzlich den Einheitspreis von € 40,00 plus 19 % MwSt.

Menschen, denen dies zu teuer ist, empfehle ich die Lektüre meines Romans “Ein Sklave der Freiheit“, der ebenfalls kostenlos heruntergeladen werden kann. In diesem Buch werden viele Fragen beantwortet, die in den “Ketten” aufgeworfen wurden. Der Roman ist noch nicht so lange am Netz wie das Sachbuch, aber er wurde inzwischen immerhin - allein von meinem Server - über 10.000-mal heruntergeladen. Der “Sklave” ist mehr als “nur” ein Roman - er ist die Veranschaulichung des Sachbuchs, der die “graue Theorie” mit Leben erfüllt.

Werden wir kontrolliert?

Es gibt Menschen, die zutiefst von der Überzeugung durchdrungen sind, dass ihre Gedanken, ihre Gefühle, ihre Stimmungen und sogar ihr Verhalten von außen kontrolliert werden. Als Mittel der Kontrolle werden häufig Hypnose, Telepathie oder elektromagnetische Strahlung genannt. Die mutmaßlichen Täter sind bösartige Nachbarn, Kriminelle, Sekten, Geheimdienste, Geheimbünde oder gar Außerirdische.

Aufgeklärte Zeitgenossen sind häufig zutiefst von der Überzeugung durchdrungen, dass es sich bei diesen Menschen um Spinner, Paranoide, Psychotiker oder Schizophrene handele oder einfach nur um geltungssüchtige Aufschneider, und dass diese Phänomene die Folge von Büchern, Filmen oder Zeitschriftenartikeln zum Thema “Mind Control” seien.

Dabei ist das Phänomen keineswegs neu. Zu allen Zeiten gab es Berichte über dämonische Besessenheit und Ende des neunzehnten Jahrhunderts beschrieb der russische Psychiater Victor Kandinsky auf Basis eigener Erfahrungen ein entsprechendes Syndrom, nämlich das Gefühl, andere könnten die eigenen Gedanken lesen, würden Gedanken in die eigene Psyche senden, könnten Handlungen erzwingen.

Der aufgeklärte Zeitgenosse kann sich also beruhigt zurücklehnen. Nun hat er gleich drei und nicht nur die eine Schublade mit dem Etikett “Verschwörungstheorie”. Die beiden anderen Schubladen kann er beschriften mit “Kandinsky-Clerambault-Syndrom” (Clerambault war ein Franzose, der Ähnliches beobachtete) bzw. “religiöser Wahn”.

Doch wenn sich aufgeklärte Zeitgenossen entspannt im Sessel zurücklehnen, dann kann es mitunter geschehen, dass sie nicht einschlummern und sich dem Reich der Phantasie und des Traumes anvertrauen, sondern dass sie die Logik wie ein Stachel im Fleisch an empfindlichen Stellen quält. Zwar haben wir die Diagnosen, aber wo sind die Beweise? Es mag ja sein, dass in dem einen oder anderen Fall religiöser Wahn oder eine andere Form des Irrsinns oder die Suggestionen der Verschwörungstheoretiker für die beschriebenen Phänomene verantwortlich waren. Aber dies bedeutet doch nicht, dass es in jedem Fall so ist.

Der aufgeklärte Zeitgenosse glaubt bekanntlich nicht an die Seele und an den immateriellen Geist, sondern er ist tief im naturwissenschaftlichen Denken verankert. Für ihn ist die Psyche ein Effekt des Nervensystems. Selbstverständlich werden unsere Gedanken und Gefühle vom Gehirn produziert und unser Verhalten durch das Nervensystem kontrolliert. Klar, die genannten Verrücktheiten sind also Störungen des Nervensystems.  Doch was sind die Ursachen?

Der aufgeklärte Zeitgenosse wird mitunter von religiösen Schwärmern inquisitorisch befragt, ob er seine Position, die Seele sei ein Nervengeflecht, denn auch beweisen konnte. Dann lächelt der aufgeklärte Zeitgenosse milde und sagt: “Na, dann trink einfach einmal ein paar Bier zu viel, dann merkst du, dass deine Grauen Zellen die Grundlage deines seelischen Lebens sind!”

Aha, lieber aufgeklärter Zeitgenosse: Hier räumst du also ein, dass seelisches Leben von außen gesteuert werden kann. Könnte es dann nicht auch sein, dass Militärs und Geheimdienste die primitive Phase der Manipulation des Geistes durch Alkohol und Drogen hinter sich gelassen haben. Dass sie im Geheimen High-Tech-Methoden entwickelt haben, um menschliches Verhalten und Erleben durch elektromagnetische Strahlung zu steuern?

Verschwörungstheorie? Klar. Die Logik wird aber wie ein Stachel im Fleische weiterbohren.  Dem Verhalten und Erleben liegen nun einmal neurologische Prozesse zugrunde. Können neurologische Prozesse durch elektromagnetische Strahlung beeinflusst werden? Wird gar das “Kandinsky-Clerambault-Syndrom” mitunter durch elektromagnetische Strahlung induziert?

Zum Glück ist kein aufgeklärter Zeitgenosse gezwungen, sich stets dem Diktat der Logik zu unterwerfen und sich durch fruchtlose Fragen quälen zu lassen. Es gibt schließlich wichtigere Dinge. Warum soll man seine Zeit mit diesem verschwörungstheoretischen Quatsch verplempern? Schließlich ist man doch nicht aufgeklärter Zeitgenosse, um sich als Spinner titulieren zu lassen, sondernum sich an den Ufern des geistigen Mainstreams zu sonnen.

Jetzt enthüllt: Geheimauftrag an Oberammergau

In einem modernen konventionellen Krieg landet ein Soldat eher in der Psychiatrie als im Zinksarg. Der Mensch ist für den Wahnsinn, den extremen Stress eines Kriegs mit tödlichen, hochtechnisierten Waffensystemen nicht geschaffen. Nach rund einem Monat an der Front sind 98 Prozent der Soldaten zusammengebrochen. Früher oder später erreicht fast jeder seinen Bruchpunkt.

Die verbleibenden Fälle sind Psychopathen, die schon vor ihrem Wehrdienst besonders anfällig waren für Furcht und Moral. Psychiatrische Zusammenbrüche sind also ein erhebliches Problem moderner Streitkräfte. Dass nur Feiglinge und schwache Charaktere aus psychischen Gründen an der Front versagen, ist eine durchsichtige Legende. Vielmehr ist der psychiatrische Zusammenbruch im Kriege die normale Reaktion gesunder Leute auf eine wahnsinnige Situation.

Was für den konventionellen Krieg zutrifft, gilt selbstverständlich in gesteigertem Maß für den taktischen Nuklearkrieg. In ihm werden die allgemeinen angstauslösenden Faktoren des modernen Kriegs durch eine Quelle der Bedrohung ergänzt, die heimtückischer nicht sein könnte: Strahlung. Aber auch die moralische Belastung ist ungleich größer: Denn in einem taktischen Nuklearkrieg ist die Gefahr der Kollateralschäden erheblich größer als in einem konventionellen Krieg. Davon können die eigenen Kameraden betroffen sein und - wenn der Krieg im eigenen Land stattfindet - natürlich auch die zivilen Landleute.

Die NATO wollte im Falle eines sowjetischen Angriffs auf Deutschland taktische Nuklearwaffen einsetzen. Sie wollte die heranrollenden sowjetischen Panzer an der deutsch-deutschen Grenze mit Mini-Nukes aufhalten.

Und so erhielten die Holzschnitzer in Oberammergau einen Geheimauftrag. Sie sollten die Soldaten schnitzen, die den traumatisierenden Stress eines solchen Krieges aushalten.

Um das Problem wirklich zu verstehen, muss man ins Detail gehen:

Die taktischen Nuklearwaffen in den sechziger, siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts hatten die Besonderheit, dass der Radius der Kollateralschäden weit größer war als der Radius der Schadeinwirkungen auf den Feind. Außerdem war die Treffsicherheit wesentlich geringer als in unseren heutigen Zeiten des durch Satelliten überwachten, computergesteuerten präzisen Todes durch chirurgische Schnitte mit begrenzten Kollateralschäden. Heute steht auch die Neutronenbombe zur Verfügung, die ein wesentlich günstigeres Verhältnis zwischen Feindschäden und Kollateralschäden aufweist.

Damals aber hätte man sehr viele taktische Nuklearwaffen zünden müssen, um die sowjetischen Panzer an der deutsch-deutschen Grenzen zu stoppen - die Auswirkungen auf die deutsche Bevölkerung in unserem dicht besiedelten Land wären verheerend gewesen.  Eine wesentliche Verringerung der Kollateralschäden wäre aber durch exakte Treffer möglich gewesen. Dadurch hätte man die Zahl und die Stärke der taktischen Nuklearwaffen, der Mini-Nukes auf ein für die deutsche Bevölkerung “erträgliches Maß” vermindern können. Die Bomben hätten zur richtigen Zeit und am richtigen Ort losgehen müssen, nämlich dann, wenn sich eine größere Zahl sowjetischer Panzer in ihrem Schadensradius befand. Dabei kam es schon damals weniger auf die Detonationskraft, sondern vor allem auf die Strahlung an. Die Mini-Nukes waren direkte Vorläufer der Neutronenbombe, waren allerdings mit erheblich größeren Kollateralschäden verbunden.

Und nun lassen wir unsere Phantasie nach Oberammergau schweifen. Stellen wir uns vor, dort hätten fromme, patriotische Holzschnitzer perfekte Soldaten geschnitzt, wahre Heilige, die sich im Krisenfall in Schützenlöcher gehockt hätten mit ihren kleinen Atombomben und diese genau zur rechten Zeit gezündet hätten. Zeitzünder wären zu ungenau gewesen, und Fernsteuerung hätte nicht funktioniert - aufgrund des elektromagnetischen Pulses der Atombomben, die von den Russen im Weltraum gezündet worden wären (die NATO rechnete damit, dass die Sowjets so die Elektronik und Kommunikation der NATO außer Kraft setzen würden). Die geschnitzten Soldaten hätten also bei ihren Bomben bleiben und mit ihnen in die Luft fliegen müssen. Na ja, einer Holzfigur macht das wohl nicht viel aus - vor allem, wenn sie aus Oberammergau stammt und in Weihwasser gebadet wurde.

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PS: Wenn Sie nicht an den Geheimauftrag für Oberammergau glauben, dann habe ich hier einen alternativen Erklärungsversuch für Sie: Ein Sklave der Freiheit (Roman).

PPS: Ein gutes Buch zur Psychologie des modernen Kriegs: Richard A. Gabriel (1988). The Painful Field. The Psychiatric Dimension of Modern War. New York: Greenwood Press

PPPS: Sie glauben, dass Sie selbst aus einer geheimen Holzschnitzerwerkstatt stammen. Dann lesen Sie: Die verspottete Wahrheit.

Brainwash - Welt der Wunder special (RTL II)

Das RTL II Wissenschaftsmagazin “Welt der Wunder” mit dem zweistündigen SPEZIAL: “Brainwash! - Gibt es die totale Gedankenkontrolle?”

München (ots) -

- Moderation: Hendrik Hey

- Sendetermin: Sonntag, 12. Oktober 2008, 18:00 Uhr bei RTL II

Welt der Wunder” berichtet in diesem SPEZIAL über verborgene Gedanken-Experimente, mit denen Menschen zu willenlosen Attentätern gemacht werden sollen. In den USA führte das Bekanntwerden des “MK-Ultra”-Projekts in den siebziger Jahren zu einem handfesten Skandal. Im Rahmen von “MK-Ultra” testete die CIA, ob es möglich ist, Menschen unter Einsatz verschiedener Mittel so zu manipulieren, dass sich ihr Handeln von außen kontrollieren und steuern lässt. Aber ist es tatsächlich möglich, das Bewusstsein einer Person zu manipulieren und ihr einen fremden Willen aufzuzwingen, ohne dass sie es merkt?

Mit dem “MK-Ultra”-Projekt verfolgten Wissenschaftler ein einziges Ziel: Sie wollten herausfinden, wie ein Mensch so beeinflusst werden kann, dass er gegen seinen Willen handelt und sogar Ur-Instinkte wie den Selbsterhaltungstrieb unterdrückt. Zur Durchführung der Versuche wurden neben Hypnose auch Elektroschocks eingesetzt. Bei Verhören injizierte man den Verdächtigen Drogen wie LSD, so dass sie sich später nicht mehr daran erinnerten. Die Experimente wurden in der Regel ohne das Wissen der Versuchspersonen durchgeführt, einige von ihnen überlebten “MK-Ultra” nicht. 1975 erfuhr die Öffentlichkeit von dem Projekt. Angeblich wurde es dann aufgrund der großen Empörung eingestellt.

Jetzt hat “Welt der Wunder” die Recherche wieder aufgenommen und mit Experten über Gedankenkontrolle gesprochen. Wurden die menschenunwürdigen Experimente wirklich beendet? Der Nürnberger Diplom-Psychologe Dr. Hans-Ulrich Gresch hat sich mit dieser Frage eingehend beschäftigt: “Gehirnwäsche-Methoden im Sinne des CIA-Forschungsprogramms “MK-Ultra” sind heute längst fester Bestandteil militärischer und geheimdienstlicher Praxis. Folter verfolgt heute nicht in erster Linie das Ziel, Menschen durch körperliche und seelische Qualen zu Geständnissen zu zwingen, sondern ihre Persönlichkeit zu zerbrechen und sie umzudrehen.”

Außerdem spricht “Welt der Wunder” mit Zeugen, geht ungeklärten Fällen nach und präsentiert Indizien und Beweise für die Existenz dieser Versuche. Die Erkenntnisse liefern ein beängstigendes Bild.

Pressekontakt:
RTL II Presse und PR
Annegret Wagner
Tel.: 089 64185 6508
E-Mail: annegret.wagner@rtl2.de

Aufmerksamkeit und Persönlichkeit

Persönlichkeit ist ein Repertoire von Verhaltensweisen, kombiniert mit einem System von Regeln. Dadurch unterscheiden sich Persönlichkeiten voneinander. Ein Beispiel für eine solche Verhaltensweisen wäre “Aufbrausen”. Die Regel dazu könnte lauten: “Wenn eine Provokation einen gewissen subjektiven Schwellenwert überschreitet, dann brause auf.”

Unter Aufmerksamkeit versteht man den Prozess der Konzentration unseres Geistes auf bestimmte Bereiche unseres Bewusstseins. Was im Brennpunkt der Aufmerksamkeit steht, erscheint klar und deutlich; alles andere gerät in den Hintergrund und wird dort weniger, kaum noch oder gar nicht beachtet.

Unsere Aufmerksamkeit ist also selektiv. Sie kann sich nach außen richten und Gegenstände oder Vorgänge einschließen, oder sie kann sich nach innen richten und sich unseren Gedächtnisinhalten widmen (Erinnerung). Bleiben gewisse äußere oder innere Zusammenhänge dauerhaft ausgepart, sprechen wir von Abwehr (Verdrängung, Verleugnung, Projektion, Dissoziation etc.).

Zu den Verhaltensweisen und Regeln, die unsere Persönlichkeit konstituieren, zählen auch Regeln und Verhaltensweisen, die der Aufmerksamkeit zuzurechnen sind. Ist beispielsweise ein Mann sehr sachorientiert, rational und nüchtern, dann wählt seine Aufmerksamkeit andere Brennpunkte als seine Ehefrau, wenn diese sehr beziehungsorientiert, emotional und überschwänglich ist. Die unausweichlicen Konflikte zwischen den Beiden sind also auch persönlichkeitsbedingt.

Wenn wir einen Menschen als multiple Persönlichkeit bezeichnen, dann verhält sich diese so, als wohnten mehrere Persönlichkeiten unter ihrer Schädeldecke. Der Grund dafür besteht darin, dass der betroffene Mensch mal das eine Repertoire von Verhaltensweisen mit den zugehörigen Regeln aktiviert und mal das andere. Da die jeweils aktivierte Persönlichkeit auch die Aufmerksamkeitssteuerung konfiguriert, kann es vorkommen, dass die jeweils aktivierte Persönlichkeit nichts von der Existenz der anderen unter der Schädeldecke des Betroffenen hausenden Persönlichkeiten weiß.

Es handelt sich hier also um ein Subjekt, dass auf der Bühne des Lebens unterschiedliche Charaktere verkörpert. Man kann eine multiple Persönlichkeit durchaus mit einem Schauspieler vergleichen, der völlig in seinen Rollen aufgeht. Heute steht er als King Lear auf der Bühne und es steht für ihn außer Frage, King Lear zu sein. Morgen gibt er den Faust und hat keinen Zweifel daran, dass er sich der Magie ergeben hat und mit dem Teufel spricht. Übermorgen wieder ist er der Hase Harvey, den es nach Grünzeug gelüstet. In seiner Freizeit ist er der Burgschauspieler Edelbert Liebtmich und nichts anderes.

Wird ein solcher fiktiver Schauspieler Realität, dann haben wir eine ausgeprägte multiple Persönlichkeit vor uns. Meist handelt es sich um einen Schauspieler wider Willen. Warum?

Weil er von geheimdienstlichen oder militärischen Organisationen durch Folter, Hypnose, Drogen und ein ausgefeiltes System der Dissoziativen Verhaltensmodifikation von Kindesbeinen an so abgerichtet wurde. Eine multiple Persönlichkeit ist das Opfer geheimdienstlicher oder militärischer Projekte.

Immer?

Immer dann, wenn die oben beschriebenen Selbstinszenierungen zwanghaften Charakter besitzen und den Symptomen einer komplexen Zwangserkrankung gleichen, dann kann kaum ein Zweifel daran bestehen, dass der Betroffene ein Opfer derartiger Projekte geworden ist.

Wirklich immer?

Ja. So etwas entsteht nicht spontan. So etwas entsteht auch nicht durch einen selbstbestimmten Lernprozess. Es handelt sich hier vielmehr um das Ergebnis eines systematischen, wissenschaftlich fundierten Trainings.

Wozu?

Die multiple Persönlichkeit ist eine Marionette in den Händen ihrer Erzeuger. Sie führt bedenkenlos Befehle aus, und koste es auch das eigene Leben. Für jede Aufgabe wurde eigens eine “Persönlichkeit” geschaffen, deren Sinn im Leben darin besteht, die jeweilige Aufgabe zu meistern.

Wie funktioniert das?

Vor allem durch Folter. Jeder Mensch hat seinen Bruchpunkt. Zunächst leistet das Opfer, ein Kleinkind, Widerstand, doch wenn der Bruchpunkt überschrittet ist, dann wird es höchstgradig suggestibel und unterwürfig.  Es tut dann alles, was der Folterer will. Dies ist eine genetisch programmierteReaktion für ausweglose Situationen, in denen die einzige Überlebenschance darin zu bestehen scheint, sich in dieser Weise zu verhalten. Inzwischen beginnt man, die neurophysiologischen Grundlagen dieses Prozesses durh empirische Befunde zu verstehen.

Was ist von den Tätern zu halten?

Sie stehen auf einer moralischen Stufe mit den Nazi-Ärzten, die in Nürnberg zum Tod durch den Strang verurteilt wurden.

Kurze Notiz zur DID

Manchen meinen, ein Mensch mit einer Dissoziativen Identitätsstörung (bzw. Multiplen Persönlichkeitsstörung) bestünde aus mehreren, voneinander unabhängigen Identitäten, seine Persönlichkeit sei zerbrochen.

Gegen diese These wurden zu recht erkenntnistheoretische und praktische Einwände vorgebracht. Allein schon die Beobachtung, dass sog. multiple Persönlichkeiten im Alltag durchaus nicht wie eine Rotte unkoordinierter Einzelwesen funktionieren, sondern durchaus in der Lage sein können, jahrelang ein verhältnismäßig unauffälliges Leben zu führen, müsste Zweifel an der  Realität unabhängiger Identitäten nähren.

Inzwischen geht auch die experimentelle Forschung dieser Frage nach. Wenn die Identitäten untereinander tatsächlich durch eine amnestische Barriere getrennt wären, dann dürften neue Informationen nur der jeweils aktiven Identität bekannt sein, den anderen aber nicht. Dass die amnestische Barriere aber keineswegs so undurchlässig ist, wie Betroffene vorgeben, zeigt z. B. die neue Studie von  Kong, Allen & Glisky.

Für mich sind derartige Befunde keine Überraschung. Manche mögen sie dazu veranlassen, das Kind mit dem Bade auszuschütten und den Sinn der Diagnose DID bzw. MPD generell zu bestreiten. Dies jedoch halte ich, gerade angesichts der Daten, für verfehlt. Aus meiner Sicht haben Menschen mit dieser Diagnose keineswegs einen Schwarm von Identitäten oder Persönlichkeiten in sich. Sie sind, wie wir alle, nur eine Persönlichkeit mit einer Identität. Sie haben sogar eine sehr ausgeprägte Persönlichkeit, nämlich die Persönlichkeit eines Virtuosen der Selbst- und Fremdtäuschung wider Willen.

Diese Persönlichkeiten haben gelernt, sich selbst und andere zu täuschen. In ihnen steckt, wie in uns allen, ein vorpersönlicher Subjektkern, der gelernt hat und beständig daran arbeitet, sich selbst in einer Weise zu inszenieren, die nach Außen das Bild einer geschlossenen Persönlichkeit abgibt. Bei normalen Menschen folgt diese Inszenierung immer nur einem Drehbuch, das zwar modifiziert und weiterentwickelt werden kann, das aber dennoch zum Bild einer einheitlichen Persönlichkeit führt.

Bei einer sog. multiplen Persönlichkeit ist das aber anders. Hier arbeitet das unpersönliche Subjekt, diese noch formlose, gebündelte Willenskraft mit mehreren Skripts. Welches Skript realisiert wird, hängt von Umweltreizen ab. Zum Drehbuch gehört es, dass die jeweils inszenierte Persönlichkeit sich der Vielzahl seiner Inszenierungen nicht bewusst sein darf. Sie handelt so wie ein Schauspieler mit Gedächtnisstörungen, der auf der Bühne den König Lear gibt, aber nicht eine Sekunde lang in Frage stellt, tatsächlich König Lear zu sein. Bei jeder anderen Rolle ist es genau so. Fällt der Vorhang, ist er wieder Gottfried Müller und weiß nicht, dass er jemals der Hase Harvey war.

Das vorpersönliche Subjekt ist eine intelligente Struktur, die über alle Informationen verfügt, über die auch ein normaler Mensch in der gleichen Situation verfügen würde. Sie teilt aber drehbuchgemäß den einzelnen inszenierten Persönlichkeiten nur bestimmte Informationen zu. Sie kontrolliert also den Fokus der Aufmerksamkeit dieser inszenierten Persönlichkeiten. Diese inszenierten Persönlichkeiten agieren also guten Glaubens, aber sie sind Ausgeburten der Lüge.

Die spannende Frage: Warum verhält sich eine multiple Persönlichkeit so? Aus meiner Sicht gibt es nur eine Antwort, die dieses Phänomen in einer Weise zu erklären vermag, die nicht noch mehr Fragen aufwirft als beantwortet. Diese Menschen wurden - von Kindesbeinen an - dressiert, sich so zu verhalten. Ihr vorpersönliches Subjekt wurde mechanisiert, durch ausgefeilte psychische und physische Folter.

Aus panischer Angst vor der Folter hat das vorpersönliche Subjekt den Zwang entwickelt, sich gemäß der ihm eingepflanzten Drehbücher, und ausgelöst durch entsprechende Hinweisreize, in dieser oder jener Form zu inszenieren. Zwänge sind Automatismen, die der kritischen Reflexion entzogen sind. Eine multiple Persönlichkeit wird kreiert, indem man durch Folter-Konditionierung Automatismen aufbaut und sie der kritischen Reflexion entzieht. Die DIS / MPS ist also eine spezifische, künstlich herbeigeführte Zwangserkrankung.

Die Amnesien zwischen den “Alters”, also den inszenierten Persönlichkeiten sind als Teil der Drehbücher autohypnotische Phänomene, psychogene Gedächtnisstörungen. Man kann sich dem Verständnis des unpersönlichen Subjekts nähern, wenn man sich mit der Hidden-Observer-Forschung beschäftigt. Der “Hidden Observer” ist eine hypnotisch erzeugte Struktur, die wahrnimmt, was dem Bewusstsein des Hypnotisierten durch einen hypnotischen Befehl verborgen bleibt, z. B. Schmerz. Erhält der “Hidden Observer” den vorher vereinbarten Befehl, reproduziert er seine Wahrnehmungen wahrheitsgemäß.

Es bleibt hier nicht mehr viel zu sagen, außer: Wer macht so was, wer kommt in Frage. Antwort: Leute mit dem entsprechenden Know-how und entsprechenden Interessen. Die üblichen Verdächtigen: Geheimdienste, Streitkräfte, ggf. sehr reiche, sehr einflussreiche Kriminelle. Ob es da Unterschiede zwischen den drei Gruppen gibt?

PS: Die sog. multiplen Persönlichkeiten sind nicht multipler als andere Menschen auch. Wir alle haben ein Nervensystem, das aus teilautonomen Subsystemen zusammengesetzt ist. Wir alle haben ein Unbewusstes, das unser Verhalten steuert, ohne dass unser Bewusstsein in jedem Fall die Gründe zu erraten vermag. Diese beiden Faktoren sind sehr sinnvoll, der Mensch wäre kein Mensch ohne sie. Sie lassen sich aber auch zweckentfremden. Wer diese Prozesse versteht, kann beispielsweise eine DID / MPS produzieren und so Menschen mental versklaven.

Woran erkennt man vertrauenswürdige Therapeuten?

Wie oft werde ich von Opfern der Gehirnwäsche durch Persönlichkeitsspaltung gefragt, woran man vertrauenswürdige Therapeuten erkenne. Wie könne man ausschließen, dass ein Helfer mit den Tätern zusammenarbeitet.

Meine Standard-Antwort ist eine Gegenfrage: “Woher wissen Sie, dass sie mir vertrauen können?”

Die Antwort lautet meist, ich hätte ein gutes Buch zum Thema geschrieben, das ihnen geholfen habe.

Dann sage ich: “Zumindest eine Person, die ein hilfreiches Buch zu diesem Thema geschrieben hat, habe ich mit eigenen Augen und Ohren dabei beobachtet, wie sie mit den Tätern kooperierte.”

Darauf folgt meistens Schweigen. Ich warte eine Weile und fahre fort: “Opfer von Gehirnwäsche durch Persönlichkeitsspaltung können noch nicht einmal sich selbst vertrauen. Sie können nie sicher sein, dass nicht, tief eingegraben in ihr Unterbewusstsein, noch Programme aktiv sind, die sie zwingen, im Sinne der Täter zu denken, zu fühlen und zu handeln. Vertrauen entsteht immer - so schrieb einst der kluge Souziologe Niklas Luhmann- immer und stets entsteht Vertrauen durch Signale, die darauf hindeuten, dass Vertrauen gerechtfertigt sei. Dies betrifft das Vertrauen in andere gleichermaßen wie das Vertrauen in sich selbst.”

“Das klingt plausibel”, antworten dann viele. “Aber gleichzeitig ist es sehr vage. Das hilft mir nicht.”

“Es muss natürlich konkretisiert werden. In jeder Kommunikation, auch in inneren Selbstgesprächen, tauchen Signale auf, die für Vertrauenswürdigkeit sprechen oder dagegen. Dies Signale muss man abklopfen. Man frage sich, wem nützt ein Gedanke, eine Äußerung?”

“Geht es nicht noch konkreter?”

“Ein Beispiel: Allen Opfern, ausnahmslos alle Opfern wurden Programme eingepflanzt, deren Aufgabe darin besteht, die Identität der Täter zu verschleiern. Dies ist natürlich logisch. Alle Straftäter versuchen, alle Hinweise auf ihre Person zu eliminieren. Sie ziehen sich Handschuhe an, um keine Fingerabdrücke zu hinterlassen, sie tragen Masken beim Bankraub usw. Sie stellen sich bei ihren Taten niemals mit Namen und Adresse vor. Darum gaukeln auch die Täter der Gehirnwäsche durch Persönlichkeitsspaltung ihren Opfern vor, etwas anderes zu sein, als sie wirklich sind. Ein beliebtes Gaukelspiel sind satanische Rituale, Masken, Roben und anderer Firlefanz. Wenn nun ein Opfer sich unter Qualen an seine Torturen zu erinnern beginnt, wenn es die konditionierten amnestischen Barrieren durchdringt, dann tauchen natürlich zunächst solche Erinnerungen auf und das Opfer ist verständlicherweise davon überzeugt, es sei von Satanisten missbraucht und misshandelt worden.”

“Hmm, und welche Konsequenzen hat dieses Beispiel für die Vertrauenswürdigkeit von Helfern?”

“Heute kann sich niemand mehr herausreden, dass er den genannten Zusammenhang nicht versteht. Es liegt auf der Hand, dass die Täter keine Dummköpfe sind, sonst wären sie schon längst massenhaft überführt worden. Daher ist es auch selbstverständlich, dass sie sich tarnen. Und so setzt jeder Helfer, der die Satanismus-Theorie eines Opfers für bare Münze nimmt und nicht weiter hinterfragt, ein drastisches Signal, das gegen seine Vertrauenswürdigkeit spricht. Selbst wenn er nicht arglistig handeln würde in diesem Falle, schürte er dennoch Zweifel an seiner Vertrauenswürdigkeit: Denn wer vertraut schon gern ausgemachten Idioten?”

“Ist dies das einzige Signal, auf das es ankommt?”

“Natürlich nicht. Das Schema ist immer das Gleiche. Alle Interaktionen des Helfers, die in letzter Konsequenz dem Täterschutz dienen, aus welchen Gründen und Motiven auch immer - all diese Interaktionen sind Signale mangelnder Vertrauenswürdigkeit. Häufen sie sich, dann darf man ziemlich sicher sein, dass die Täter nicht weit sind.”

“Warum kooperieren Helfer mit den Tätern?”

“Wer weiß? Vielleicht werden Sie erpresst, vielleicht lassen sie sich bestechen, mit Geld, mit Karriere-Aussichten. Vielleicht glauben sie sogar, auf der Seite der Guten zu stehen. Manchen reicht es auch, den Mächtigen gefällig zu sein.”

“Soll ich alle Helfer meiden?”

“Nein, natürlich nicht. Lass sie nur spüren, dass du ihnen an den Kragen gehst, wenn sie ein falsches Spiel mit dir treiben. Sag ihnen im coolen Ton, dass du diesen Verrat niemals vergessen würdest. Mach ihnen klar, dass ihre eventuellen Hintermänner sie auf der Stelle fallen lassen, wenn verräterischen Helfern Fehler unterlaufen und man ihnen eine Tatbeteiligung bzw. eine Vertuschung von Straftaten nachweisen kann. Für die Täter an der Spitze der Pyramide dieses Tätersystems sind die willigen Vollstrecker an der “psycho-sozialen Front” höchstgradig entbehrlich und auswechselbar. Wenn die Entwicklung so positiv weiterläuft bisher, dann müssen sich einige von diesen Leuten früher oder später sehr warm anziehen.”

“Ich habe nicht die Kraft für ein so souveränes Auftreten und Auftrumpfen!”

“Reiß dich zusammen, sonst bist du verloren! Ich weiß, welche Power du hast. Hättest du diese Power nicht, dann hätten dich die Täter ganz schnell aussortiert. In dir stecken enorme, überdurchschnittliche Kräfte. Deshalb wurdest gerade du ausgewählt. Nutze nun diese Kraft für dich selbst. Motiviere dich durch deinen Hass auf die Täter, durch deinen Rachedurst.”

“Ich brauche Zeit, um das zu verarbeiten.”

“Du hast keine Zeit zu verlieren. Die Täter haben dir schon genug Lebenszeit gestohlen. Vergeude keine Sekunde in Freiheit!”

Was hilft beim sog. Rituellen Missbrauch?

Mitunter fragen mich Betroffene, interessierte Laien und seltener sogar Fachleute: Was hilft beim Rituellen Missbrauch. Ich bin es müde, mir auf derartige Fragen differenzierte Antworten auszudenken, denn die richtige Antwort ist zwar nicht populär, aber sie ist eindeutig: Rache.

Wer von Kindesbeinen an

  • gefoltert, unter Drogen gesetzt, hypnotisiert, mit Elektroschocks traktiert, mit Reizentzug und sozialer Isolation gequält, mit brutalen Erziehungsmethoden gedemütigt wurde,
  • wessen soziale Beziehungen und schulische bzw. universitäre und berufliche Entwicklung beständig torpediert wurden,
  • nur um ihn in einen mentalen Sklaven zu verwandeln, der auf Knopfdruck bereit ist, für die Täter Kopf und Kragen zu riskieren…
  • wer all diese Torturen überstanden hat - gebeutelt, zerbrochen, seiner Seele, seiner Menschenartigkeit beraubt - dem kann nur noch eins helfen:
  • Rache.

Der muss den Rachedurst in sich kultivieren, der muss lernen, Freude zu schöpfen aus der Vorstellung, dass er dazu beitragen kann, den Tätern Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Er muss sein Leben einem Ziel weihen: rächende Gerechtigkeit - angemessene Strafe für Täter, die das unmenschlichste Verbrechen begangen haben, das sich ein Menschenhirn nur auszudenken vermag.

Dies ist im Kern die einzige Therapie, die diesen Namen verdient.

Welches Motiv, sagt mir, wäre denn auch stärker als die tief ins Unbewusste eingegrabene Furcht vor endloser Folter - wenn nicht die Rache, wo doch die alles verzeihende Liebe angesichts der Ungeheuerlichkeit des Verbrechens einer Verhöhnung der Humanität gleichkäme?

Woran erkennt man den Fortschritt der Therapie?

Wie oft höre ich die Klagen von Therapeuten, dass der Patient nach einigen Fortschritten immer wieder in das alte, programmierte, selbstschädigende Verhalten zurückfalle, dass man sich mit diesem Patienten im Kreis bewege und nie wisse, ob er sich nach vor oder zurück bewege.

Gut, wer sich im Kreis bewegt, der bewegt sich immer vom jeweiligen Ausgangspunkt weg und auf ihn zu. Er gibt zum Glück ein untrügliches Zeichen dafür, dass ein tatsächlicher Fortschritt, ein entscheidender Durchbruch geschafft wurde. Dieses Zeichen ist die Entwicklung eines tödlichen Hasses auf die Täter. Solange das Opfer noch Teil des Tätersystems ist, wirkt ein Programm, das die Entwicklung dieses nur zu verständlichen, durch und durch menschlichen Hasses blockiert. Dies ist ein zentrales Programm im System der Bewusstseinskontrolle. Sobald diese Schwelle überschritten ist, sobald er endlich da ist, dieser langersehnte und erflehte tödliche Hass - wenn das endlich geschafft ist, dann zeigt sich Licht am Ende des Tunnels.

Nun besteht die Aufgabe des Therapeuten darin, das Opfer nicht im Feuer dieses tödlichen Hasses verglühen zu lassen. Der Hass braucht eine Richtung. Und diese Richtung ist das vom Rachedurst angetriebene Streben nach Gerechtigkeit, nach der angemessenen Strafe für die Täter, ihre Hintermänner, ihre Helfershelfer, für die willigen Vollstrecker. Allein die Beschäftigung mit Taktiken und Strategien zur Lösung dieser Aufgabe besitzt heilende Kraft. Und der kleinste Schritt in diese Richtung ist ein großer Schritt auf dem Weg zur Überwindung der seelischen Verkrüppelung, die von Kindesbeinen an durch Folter, Hypnose, Drogen, sensorische Deprivation, brutale, demütigende Erziehung und Abrichtung zur Selbstzerstörung auf Befehl verursacht wurde. Eine vollständige Heilung so schwerer psycho-physischer Schäden ist allerdings unmöglich. Doch das Leben der Opfer wird erträglich, wenn sie sich klug und zielstrebig von Hass und Rachedurst leiten lassen: unverzagt, beharrlich, intelligent, umsichtig, bis ans Lebensende.

Warum sind schwarze Roben und Satansmasken so kleidsam?

Weltweit behaupten Menschen, sie seien von frühester Kindheit an durch Folter, Drogen, Hypnose, systematischen Reizentzug, soziale Isolation, Elektroschock-Behandlung und eine generell erniedrigende Erziehung absichtlich in multiple Persönlichkeiten verwandelt worden. Die Persönlichkeitsfragmente, die sog. Alters seinen brutal dressiert worden, damit die Betroffenen die - oft kriminellen - Aufträge der Täter willenlos ausführen, ohne sich hinterher an die Aufträge, die Täter und die Gehirnwäsche erinnern zu können. Die Täter hätten Schwarze Roben und Satansmasken getragen und die absichtliche Spaltung der Persönlichkeit des Opfers sei in satanische Rituale eingebettet gewesen.

Die meisten Menschen, die noch halbwegs bei Trost sind, halten derartige Geschichten für den Ausdruck purer Hysterie, für überhitzte Phantasie oder für die Folge der Suggestionen feministischer Psychotherapeutinnen.

Und in der Tat: Wer noch halbwegs bei Trost ist, der muss derartige Geschichten auch für nackten Wahnsinn halten. Und dies nicht, weil die Schilderungen der mutmaßlichen Opfer bizarre Grausamkeiten enthalten. Dass Menschen zu bizarren Grausamkeiten fähig sind, beweisen tagtäglich die Fernsehnachrichten.  Und dies nicht, weil es keine Satanisten gäbe. Die gibt es natürlich, und viele bekennen sich freimütig zu ihrem Glauben. Dies auch nicht, weil die mentale Versklavung von Menschen durch eine absichtlich erzeugte Multiple Persönlichkeitsstörung unmöglich wäre. Die psychologischen Mechanismen und Methoden, die dies möglich machen, sind seit mehr als einem Jahrhundert Gegenstand wissenschaftlicher Forschungen; es kann kein vernünftiger Zweifel daran bestehen, dass Gehirnwäsche durch Persönlichkeitsspaltung effektiv ist. Und man weiß auch, warum sie effektiv ist.

Dennoch sind diese Geschichten nackter Wahnsinn, diese Geschichten von den Satanisten, die Gehirne waschen. Sie sind nackter Wahnsinn, weil die Machtstrukturen unserer Welt derartige satanistische Organisationen nicht zulassen. Wem gehört diese Welt?

Sie gehört nicht den Satanisten, sie gehört nicht irgend welchen durchgeknallten Sadisten, die in schicker Satansrobe mit furchterregender Teufelsmaske in muffigen Kellern ihr Unwesen treiben. Sie gehört Eliten, die sich geistig und emotional auf der Höhe des 21. Jahrhunderts bewegen. Diese Eliten sind fest davon überzeugt, dass die reichen Staaten die armen Staaten beherrschen müssen. Sie sind fest davon überzeugt, dass die wirtschaftlichen, kulturellen und wissenschaftlichen Eliten die reichen Staaten beherrschen müssen. Und sie sind fest davon überzeugt, dass es den Eliten durch die Mittel der Massenkommunikation, zur Not auch durch Erpressung, Bestechung und zuletzt durch schiere Gewalt gelingen muss, die Massen zur Wahl ihrer Gewährsleute in die Parlamente zu bewegen. Fest überzeugt sind sie auch davon, dass es ihnen, den Eliten nur in äußersten Notfällen  erlaubt ist, sich über die Regeln des Rechtsstaats hinwegzusetzen.

Diese Eliten würden eine globalen satanistischen Untergrund, eine weltweite Satanistenverschwörung, die Menschen mental versklavt, auf keinen Fall dulden. Sie akzeptieren keinen fremden, unberechenbaren Mächte neben sich. Und sie hätten die Mittel, derartige Bewegungen schon im Keim zu ersticken.

Und so wissen Menschen, die noch ganz bei Trost sind, instinktiv, dass an diesen Geschichten über satanisch rituellen Missbrauch etwas faul ist. Doch was ist faul daran?

Nehmen wir einmal an, die Polizei fände eine offenbar seelisch aufgewühlte junge Frau in einem Park. Die Frau gibt an, sie sei von einem jungen Mann mit schwarzen Haaren und starkem Knoblauchgeruch vergewaltigt worden.  Nennen wir diese Annahme “Fall 1″.

Nehmen wir einmal an, die Polizei fände eine offenbar seelisch aufgewühlte junge Frau in einem Park. Die Frau gibt an, sie sei von einem Wesen mit grüner Haut, Insektenaugen und Antennen auf dem Kopf vergewaltigt worden. Nennen wir diese Annahme “Fall 2″.

Nehmen wir einmal an, die Polizei fände eine offenbar seelisch aufgewühlte junge Frau in einem Park. Die Frau gibt an, sie sei von einem kräftigen Mann, der nach Schwefel roch und einen Klumpfuß hatte, vergewaltigt worden. Nennen wir diese Annahme “Fall 3″.

Am nächsten Morgen erscheinen die üblichen Pressemeldungen. Ich stelle hier drei Schlagzeilen zur Auswahl:

Schlagzeile 1: “Junge Frau im Stadtpark vergewaltigt. Die Polizei verfolgt mehrere heiße Spuren.”

Schlagzeile 2: “Verwirrte Frau im Stadtpark aufgegriffen. Die 23-jährige wurde zur Diagnose in die Psychiatrie eingewiesen.”

Schlagzeile 3:  “Vergewaltigung im Stadtpark. Kirchen besorgt.”

Welche Schlagzeile passt zu welchem Fall?

Gesetzt den Fall, die mutmaßlichen Opfer seien tatsächlich in Kindheit und Jugend einer systematischen Gehirnwäsche unterzogen worden, warum erinnern sie sich dann an etwas so offensichtlich Unglaubwürdiges wie Satanisch Rituellen Missbrauch?

Man braucht kein Übermaß an kriminalistischem Spürsinn, um auf die wahrscheinlichste Lösung zu kommen. Die Täter haben ihren Opfern suggeriert, sie seien Satanisten. Und dies nicht, um den Verdacht auf andere zu lenken, sondern um das Opfer, das dies behauptet, unglaubwürdig zu machen.

Denn jeder Mensch, der noch halbwegs bei Trost ist, hat doch mühelos Erklärungen bei der Hand, warum Satanisch Ritueller Missbrauch eine “urbane Legende” sei. Hier ein paar Beispiele:

  • Der Satanisch Rituelle Missbrauch ist eine Erfindung der Kirchen. Die sind doch immer noch auf Dämonenjagd.
  • Der Satanisch Rituelle Missbrauch ist eine Erfindung von Feministinnen. Die lassen doch keine Gelegenheit aus, dem sog. Patriarchat die aberwitzigsten Verbrechen anzudichten.
  • Der Satanisch Rituelle Missbrauch ist eine Phantasie schwacher Geister, die zu viel Horrorfilme im Fernsehen gucken.
  • Der Satanisch Rituelle Missbrauch ist eine Erfindung von Leuten, die sich Aufmerksamkeit verschaffen wollen.

Wenn tatsächlich Kinder und Jugendliche mental versklavt wurden, dann wären die Täter nicht schlecht beraten gewesen, sich als Satanisten zu tarnen.

Wie sollten Strafverfolgungsbehörden in diesen Fällen also vorgehen? Wie üblich, denke ich. Wenn irgendwo beispielsweise ein Kind gefunden wird, das vergewaltigt und getötet wurde, dann fragt sich die Polizei routinemäßig, wer im Einzugsgebiet des Tatorts wegen sexuell motivierter Gewaltdelikte oder Pädophilie vorbestraft ist.

Wenn der Verdacht besteht, dass Menschen in Kindheit und Jugend einer Gehirnwäsche durch Persönlichkeitsspaltung unterzogen wurden, dann sollte sich die Polizei entsprechend fragen, wer ähnliche Taten in der Vergangenheit schon begangen hat. Im Fall des angeblichen Satanisch Rituellen Missbrauchs fragt sich die Polizei dies offenbar nicht gründlich genug, denn ein Hauptverdächtiger wird überhaupt nicht berücksichtigt. Seltsam, nicht wahr?