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23.8.2008 von Hans Ulrich Gresch.
Ihr nehmt ab, macht Diät, seid unglücklich?
Kein Wunder, warum hab Ihr auch nicht vorher Onkel Ulrich gefragt?
Wer erfolgreich abspeckt, muss auf Dickmacher verzichten. Das sind vor allem all die köstlichen Speisen, die Zucker und Fett miteinander kombinieren. (Es gibt allerdings eine Ausnahme, davon später.) Dann noch ein paar Aromastoffe, und der Dickmacher ist perfekt.
Das Dumme ist nur, dass die Kombination von Fett und Zucker die Serotonin-Ausschüttung im Gehirn stimuliert. So was Blödes aber auch. Ist Serotonin doch ein Glücklichmacher.
Hey, keine Bange, Onkel Ulrich weiß Rat. Komponiert nach folgendem Rezept einen Schlank- und Glücklichmacher. Man nehme für einen kleinen Obstsalat:
Allerlei Früchte - von ganz süß bis bitter, gut gemischt. Dann wird das Ganze großzügig in Öl getränkt.
Halt, nicht so schnell. Nehmt nicht das erste beste Öl: Nehmt Kokosöl. Neben anderen segensreichen, gesundheitsfördernden Wirkungen regt dieses Öl nämlich die Fettverbrennung an. Kaum zu glauben, ist aber so.
Wenn ihr wollt, könnt ihr den Salat mit Pfeffer und Salz würzen. Auch ein Tropfen Balsamiko kann nicht schaden; es sollte aber nur ein Tropfen des alleredelsten Stoffs sein. Gut durchmischen, fertig. Ne, ne, ne - Finger weg! Kein zusätzlicher Zucker aus der Dose, natürlich.
Bewusst genießen. Das Glücksgefühl setzt innerhalb weniger Sekunden ein und entfaltet sich dann im Lauf der nächsten Stunde zu voller Blüte, während des Fett im Körper dahinschmilzt.
Ja, hättet ihr besser vorher Onkel Ulrich gefragt.
PS: Es genügt wirklich ein kleiner Obstsalat pro Tag zum Glücksdoping. Ansonsten dürft ihr natürlich nicht vergessen, nur wenig Kohlenhydrate und viel mageres Fleisch zu essen. Fleisch regt ebenfalls die Fettverbrennung an. Da steckt allerdings ein Wermutstropfen drin. Wenn ihr den in den Obstsalat gießt, sind es sogar zwei Wermutstropfen. Der ohnehin drinsteckende ist die Tatsache, dass die in Bereitschaftsstellung wartende Fettverbrennung auf das Startsignal wartet. Das könnt nur ihr geben, durch moderate körperliche Aktivität.
PPS: Es empfiehlt sich, alle Zutaten aus dem inhabergeführten Biohandel zu beziehen. Dann macht eure Tat nicht nur euch selbst, sondern auch die Bio-Ladner glücklich. Dieser kombinierte Altruismus und Egoismus steigert euer Glücksgefühl sogar und wirkt durch Stressreduktion sogar zusätzlich schlank machend.
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10.11.2006 von Hans Ulrich Gresch.
Früher hatten viele Schuldgefühle wegen ihrer Sexualität. Sie fühlten sich schuldig, weil sie
Fromme Damen und Herren hämmerten den Menschen diese Schuldgefühle von Kindheit an ein.
Dann sprachen sie: “Ihr werdet nur Vergebung finden für eure Sünden, wenn Ihr euch zum wahren Glauben bekehrt und euch Gott unterwerft sowie dessen Stellvertretern auf Erden, also uns, seinen Priestern und Dienerinnen.”
Heute haben sich die sexuellen Sitten gelockert. Darum ist es nicht mehr so einfach, Menschen mit sexuellen Schuldgefühlen zu manipulieren.
Heute haben viele Menschen Schuldgefühle wegen der Ernährung, weil sie
Wohlmeinende Damen und Herren hämmern den Menschen diese Schuldgefühle von Kindheit an ein.
Dann sprechen sie: “Ihr werdet nur gesunden an Körper und Geist, wenn ihr euch zu unserer reinen Ernährungslehre bekehrt und euch zu unserem geistigen Führer bekennt, dessen Stellvertreter vor Ort seine ergebenen Ernährungsberater, also wir sind.”
Durch die Manipulation der Grundbedürfnisse kann man einen Menschen versklaven, ganz gleich, ob es sich da um Sex oder ums Essen und Trinken handelt. Weil diese Bedürfnisse im Alltag immer wieder befriedigt werden wollen und weil dadurch die entsprechenden Schuldgefühle immer wieder auftauchen, werden auch die dazu passenden Heilsbotschaften stets aufs Neue verstärkt. Sie werden selbst zum Bestandteil des Alltags und daher auch nicht mehr als Anmaßungen einer aufgezwungenen, fremden Moral, sondern als innere Stimme erlebt.
Früher glaubten die Menschen, der Teufel wolle sie zu ungezügelter Geschlechtslust verführen. Heute glauben die Ernährungsknechte, die Marketingsstrategen der Fleischindustrie wollten ihnen vergiftetes Fleisch von gequälten Tieren schmackhaft machen. Die Psycho-Logik ist immer dieselbe.
Ist es dann völlig unsinnig, sich gesund zu ernähren oder gar im Bioladen einzukaufen? Ich persönlich kaufe nie im Bioladen ein. Muss ich auch nicht. Warum? Ich bin - nebenher - im Bio-Fachmarkt meiner Frau für Werbung, PR und EDV zuständig. Bei uns kommt ohnehin nur Bio auf den Tisch.
Ich esse Bio mit Begeisterung. Und ich trinke auch Bio mit Begeisterung. Nicht etwa aus Gesundheitsgründen. Für Gesundheit oder Krankheit ist eine Vielzahl von Faktoren zuständig (z. B. Erbanlagen, Umwelt, Stress, Missbrauch von Genussmitteln etc.). Die Ernährung spielt im Ursachenbündel von Krankheiten nur eine sehr untergeordnete Rolle. Dennoch esse und trinke ich Bio mit Begeisterung. Nicht etwa aus Gründen des Umweltschutzes. Schließlich fahre ich kein Auto und habe auch keine eigene Fabrik. Ein bisschen Umweltverschmutzung und -belastung hätte ich also schon gut.
Ich esse und trinke Bio wegen des guten Gefühls. Und zwar reichlich. Ich werde nicht etwa schlank davon, im Gegenteil, denn dafür schmeckt es einfach zu gut. Es macht mich glücklich. Ich koche gern. Ich will kein Gammelfleisch braten und es mit Gemüse garnieren, das in Pestiziden gebadet wurde. Ich will mit guten Gefühlen genießen.
Worauf kommt es an? Essen und Trinken sollen Spaß machen, uneingeschränkt Spaß machen. Das schlechte Gewissen soll keine Rolle dabei spielen, ob wir etwas zu uns nehmen oder nicht. Ich will mich froh und hoffnungsvoll an den Tisch setzen und hinterher satt und zufrieden das Geschirr abräumen. Das ist alles.
Mein Rat: Essen oder trinken Sie nie etwas, verzichten sie nie auf etwas, um ein schlechtes Gewissen zu vermeiden. Streben sie ein gutes Gefühl an. Das führt, unterm Strich, alleweile zu den besten Ergebnissen in Sachen Gesundheit, Schlankheit, Lebensfreude und Langlebigkeit.
Verwandtes Thema: Ernährungsfragen in der Psychotherapie
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10.11.2006 von Hans Ulrich Gresch.
Gute Mütter geben ihren Kindern keine Haselnüsse. Neulich war Tante Emmi zu Besuch. Tante Emmi hat erzählt, sie sei beim Arzt gewesen, da habe ein Gesundheitsmagazin gelegen von so einem Gesundheitsverband und da habe drin gestanden, dass Haselnüsse einen Stoff enthielten, der das kindliche Wachstum verzögere. Nein, kein Scherz. Darum würden die Mütter in Urvölkern ihren Kindern auch keine Haselnüsse geben. Das sei ein Urinstinkt. In vielen Naturreligionen seien Haselnüsse sowieso Tabu. Nicht nur für Kinder. Das finde sie, Tante Emmi, allerdings etwas übertrieben. Wenn es doch nur den Kindern schade. Es ist heutzutage gar nicht so einfach, eine gute Mutter zu sein. Gute Mütter geben ihren Kindern zum Beispiel keine Bonbons mit Fabrikzucker. Oder gar Fleisch. Fleisch, sage ich ihnen, muss man seinen Kindern nun wirklich nicht geben. Bei der Kartoffel muss man freilich auch aufpassen. Da steckt die Kraft der Erdgeister drin. Das macht anfällig für Erkältungen. Vielleicht ist es einfacher, man hat erst gar keine Kinder. Andererseits: Verhütung!? Verhütung ist auch nicht gut für den Energiefluss. Ying und Yang, sage ich nur. Nee, nee. Da ist es vielleicht besser, man hat erst gar keinen Geschlechtsverkehr. Der macht einem auch bloß Appetit auf Fleisch. Es ist wirklich zum Verzweifeln. Wie man’s macht, ist es falsch. Vielleicht ist es am besten, man hat erst gar keine Gurus…
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