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7.5.2010 von Hans Ulrich Gresch.
1. Man kann den Begriff „Psychische Krankheit“ auf zwei grundsätzliche Weisen auf ein Verhaltensmuster beziehen, und zwar so:
a) Ein Mensch ist „psychisch krank“, wenn er die Verhaltensweisen a, b, c… zeigt.
b) Ein Mensch ist „psychisch krank“, weil er die Verhaltensweisen a, b, c… zeigt.
Im Fall a) handelt es sich bei dem Begriff „psychisch krank“ um ein Kürzel für die Verhaltensweisen a, b, c… In diesem Fall ist „psychisch krank“ eine beliebige, austauschbare Zeichenkette. Man könnte genauso gut „marsmenschlich“ statt „psychisch krank“ schreiben, was auch immer. Im Fall b) jedoch handelt es sich um ein Hypothese, um eine Tatsachenbehauptung, die natürlich bewiesen werden muss.
Ein Beweis setzt voraus, dass man einen von a, b, c… unabhängigen Faktor F findet und dass man zeigt, dass dieser unabhängige Faktor F diese Verhaltensweisen verursacht.
Folgendes Beispiel soll die Logik verdeutlichen:
Peter stürzt. Die Hypothese lautet: Peter stürzte, weil er von Paul gestoßen wurde. Um diese Hypothese zu beweisen, müssen wir zunächst einen Paul identifizieren. Dieser Paul kann nicht Peter selbst sein, sonst wäre Peter ja nicht gestoßen worden, sondern aufgrund anderer Ursachen gefallen. Wenn es uns nun gelingt, diesen Paul zu identifizieren, dann können und müssen wir nachweisen, dass er der Stoßende war.
Genauso verhält es sich auch mit den psychischen Krankheiten: Wenn wir nachweisen wollen, dass die Verhaltensweisen a, b, c… durch eine psychische Krankheit verursacht wurden, dass sie „Symptome“ einer psychischen Krankheit sind, dann müssen wir einen Faktor F finden, der logisch unabhängig von diesen Verhaltensweisen ist.
Der Begriff „psychische Krankheit“ legt nun nahe, diesen Faktor F in der „Psyche“ zu suchen. Doch was ist die Psyche. Wir haben hier offensichtlich dasselbe Problem wie mit der „Psychischen Krankheit“. Entweder Entweder wir verwenden den Begriff der Psyche als Kürzel oder als Hypothese. Verwenden wir ihn als Kürzel, dann ist er nichts weiter als eine beliebige Zeichenkette. Ansonsten brauchen wir wieder einen unabhängigen Faktor F.
2. Der Zeitgeist entsprechend wird heutzutage im Allgemeinen angenommen, der Faktor F sei sowohl im Falle der Psyche, als auch im Falle der „psychischen Krankheiten“ das Nervensystem.
Hinsichtlich der „psychischen Krankheiten“ sieht die Situation wie folgt aus:
a. Es wird versucht, die neuronalen Grundlagen der als „psychisch krank“ bezeichneten Verhaltensweisen durch Korrelationsstudien zu belegen. Korreliert werden psychiatrische Diagnosen mit neurologischen Parametern.
Es ist aber logisch unmöglich, aus Korrelationen Kausalität abzuleiten. Eine Korrelation lässt immer drei Möglichkeiten offen: A verursachte B; B verursachte A; ein dritter Faktor C verursachte A und B. Daher sind diese Studien zum Beweis der Hypothese, dass die Verhaltensweisen a, b, c … durch eine „psychische Krankheit“ verursacht seien, nicht geeignet.
b. Die Befunde der einschlägigen empirischen Studien sind ohnehin uneinheitlich, widersprüchlich.
c. Im Jahr 2004 veröffentlichten elf führende Neuro-Wissenschaftler (Monyer, Rösler, Roth, Scheich, Singer, Eiger, Friederici, Koch, Luhmann, van der Malsberg, Menzel) ein Manifest in der Zeitschrift Gehirn & Geist (Heft 6): „Nach welchen Regeln das Gehirn arbeitet; wie es die Welt so abbildet, dass unmittelbare Wahrnehmung und frühere Erfahrung miteinander verschmelzen; wie das innere Tun als „seine“ Tätigkeit erlebt wird und wie es zukünftige Aktionen plant, all dies verstehen wir nach wie vor nicht einmal in Ansätzen. Mehr noch: Es ist überhaupt nicht klar, wie man dies mit den heutigen Mitteln erforschen könnte. In dieser Hinsicht befinden wir uns gewissermaßen noch auf dem Stand von Jägern und Sammlern.“
3. Aus all dem folgt, dass die Psychiatrie den Beweis für die Behauptung, es gäbe „psychische Krankheiten“ bisher noch nicht erbracht hat. Leider geht unsere Gesetzgebung in den Gesetzen für „psychisch Kranke“ davon aus, dass diese angeblichen Krankheiten erwiesenermaßen existierten. Hier widerspricht die Gesetzgebung dem elementaren Rechtsprinzip, dass vom Tatsächlichen auszugehen ist und nicht von bloßen Hypothesen.
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2.5.2010 von Hans Ulrich Gresch.
Manche Leser meiner Bücher und Artikel zu den Themen “Bewusstseinskontrolle”, “Ritueller Missbrauch” und “Multiple Persönlichkeitsstörung” finden meine Thesen irritierend, halten sie womöglich sogar für widersprüchlich. Einerseits beschreibe ich, wie Kinder durch die Methoden der Bewusstseinskontrolle in Menschen verwandelt werden, die sich so verhalten, als ob mehrere Persönlichkeiten unter ihrer Schädeldecke hausten. Andererseits bestreite ich, dass Multiple Persönlichkeitsstörungen existieren, bezeichne sie sogar als Schwindel. Einerseits schildere ich das entsetzliche Leiden, das die Methoden der Bewusstseinskontrolle durch Persönlichkeitsspaltung hervorrufen, andererseits warne ich Betroffene davor, sich in psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung zu begeben.
Dies klingt in der Tat widersprüchlich - und wer meine Schriften oberflächlich liest, überfliegt, auszugsweise oder nur vom Hörensagen kennt, man sich berechtigt fühlen, meine Seriosität in Frage zu stellen.
Wenn man einmal von meinen begrenzten sprachlichen Möglichkeiten absieht, so besteht mein Problem, mich verständlich zu machen, vor allem darin, dass ich gegen eingefleischte Vorurteile argumentieren muss. Zu den wichtigsten Vorurteilen, die hier eine Rolle spielen, zählen:
Nach dieser Vorrede kann ich mich nunmehr der so genannten Multiplen Persönlichkeitsstörung zuwenden. Es gibt sie natürlich nicht. Dieser Krankheitsbegriff bezieht sich auf einen Sachverhalt, der keine Krankheit ist. Zwar existiert dieser Sachverhalt, aber er wird nicht durch eine Krankheit hervorgebracht, sondern durch menschliche Interaktionen, nämlich durch eine Form der Bewusstseinskontrolle. Die Bewusstseinskontrolleure richten Menschen von Kindesbeinen an durch Folter, Drogen, Hypnose, sensorische Deprivation, Elektroschocks und eine entwürdigende Erziehung ab, sich so zu verhalten, als ob mehrere Persönlichkeiten unter ihrer Schädeldecke hausten.
Selbstverständlich sind auch die Verhaltensweisen, auf die sich die Diagnose der Multiplen Persönlichkeitsstörung bezieht, Abweichungen von sozialen Normen. Hier steht die Norm der Verlässlichkeit im Vordergrund. Das soziale Umfeld der Betroffenen empfindet diese als launisch, flatterhaft, unbeständig, kapriziös, unstet und wankelmütig. Das stört natürlich, zumal man sich dieses schwankende Verhalten nicht zu erklären vermag. Die Menschen des sozialen Umfelds wissen ja nicht, dass sich die Betroffenen nur entsprechend ihrer Dressur verhalten. Sie würden den Sinn dieses scheinbar bizarren Verhaltens verstehen, wenn sie die Methoden und die Ziele der Täter kennen würden.
Wird bei den Betroffenen nun eine Multiple Persönlichkeitsstörung diagnostiziert, so werden dadurch zwangsläufig - bewusst oder unbewusst, absichtlich oder unabsichtlich - die Täter vor Entdeckung geschützt. Dann handelt es sich bei den Betroffenen mit dieser Diagnose angeblich um Menschen, deren Verhalten Ausdruck einer Krankheit ist, die sich aufgrund überwältigender Traumata in ihrer Kindheit entwickelt hat. Die bizarren Verhaltensweisen werden demnach als Strategien gedeutet, mit denen die Betroffenen versucht haben, diese Traumata zu bewältigen. Mit anderen Worten: Die Betroffenen haben ihre bizarren Verhaltensmuster selbst kreiert. Das ist aber aus entwicklungspsychologischer Sicht unmöglich, weil sich - auch nach der offiziellen Theorie der “Krankheitsursachen” - diese Verhaltensmuster in früher Kindheit entwickeln. In dieser Entwicklungsphase besitzen die Kinder aber noch gar nicht die kognitiven und affektiven Voraussetzungen, um solche Verhaltensmuster selbständig aufzubauen. Sie sind in diesem Alter noch weitestgehend auf vermittelndes Lernen angewiesen. Das heißt: Die Verhaltensmuster, die von der Psychiatrie als Multiple Persönlichkeitsstörung gedeutet werden, sind das Ergebnis einer Dressur. Etwas anderes kommt gar nicht in Frage.
Diese Menschen als Kranke zu behandeln, heißt, ihnen den schwarzen Peter zuzuschieben. Diese Menschen sollen sich ändern, aber das System, dessen Marionetten sie sind, darf unverändert weiterbestehen. Das ist pervers, sehr pervers.
Geschrieben in Multiple Persönlichkeitsstörung, Persönlichkeitsstörungen, Mind Control | Drucken | 3 Kommentare »