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26.8.2008 von Hans Ulrich Gresch.
Was nütze es denn, wenn Deutschland Export-Weltmeister sei, wird gefragt - und wenn es den kleinen Leuten im Lande dennoch immer schlechter gehe? Die Binnen-Nachfrage müsse angekurbelt werden. Die Leute müssten endlich wieder Geld in der Tasche haben, damit sie nicht jeden Pfennig umdrehen müssten. Immer mehr Menschen würden sich zu Geizkragen entwickeln und seien sogar stolz darauf. Die archaischen Leidenschaften der Steinzeit würden wieder durchbrechen. Die Menschen mutierten zu Schnäppchen-Jägern und Gebrauchtwaren-Sammlern. Das sei Gift für die Wirtschaft.
Ja, Kinder, was ist denn das für eine Wirtschaft, die nur dann richtig funktioniert, wenn die Leute ihre sauer verdienten Groschen für überflüssigen Kram herauswerfen, der u. U. sogar gesundheitsschädlich ist und die Umwelt belastet?
Unsinn, sagen die Strategen der staatstragenden Parteien. Wenn die Leute etwas kaufen wollen, dann können sie es auch gebrauchen - was sinnvoll sei, könnten die Konsumenten nur selber entscheiden, da dürfe sich der Staat nicht einmischen. Man müsse dem freien Markt nur seinen Lauf lassen, dann würde sich schon alles bestens entwickeln.
Bestens. Sicher. Fragt sich nur, für wen? Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auf. Die Reichen werden immer reicher, die Armen im Vergleich dazu immer ärmer. O. K, sagst du, das ist in Ordnung so, denn die Eliten, die Leistungsträger müssen motiviert werden, nicht nachzulassen in ihrem edlen Bestreben, die Wirtschaft voranzubringen.
Klar. In die Mehrheit der kleinen Leute schaut in die Röhre. Die sind eben nicht Elite, waren es nie und werden es auch nie werden. Denn wer Elite ist, bestimmt die soziale Herkunft. Wenn Vater und Mutter Elite waren, dann sind die Sprößlinge auch Elite. Waren aber die Eltern kleine Leute, dann werden aus ihren Kindern ebenfalls kleine Leute. Da können sie sich abrackern wie sie wollen. Es gibt sicher Ausnahmen, doch die sind so selten wie Schnee im August.
Ach, machen wir uns nichts vor: Die Kluft zwischen Arm und Reich wuchs noch nie so schnell wie heute - und das sind die Nachwirkungen der Politik eines gewissen Schröder und eines gewissen Noname, der einmal Super-Minister war. Kurz: dafür ist die SPD verantwortlich, diese Arbeiterpartei aus Tradition. Die Arbeiter, die kleinen Leute, die SPD wählen, entscheiden sich völlig richtig, wenn sie die Eliten fördern wollen.
Die kurbeln die Wirtschaft an, und wenn für die kleinen Leute ein paar Brosamen abfallen, dann nicht vergessen… Kauft nutzloses Zeug, damit die Wirtschaft weiter brummt! Ihr braucht das ja, sonst würdet ihr es nicht kaufen, und damit ihr es auch weiterhin kaufen könnt, müsst ihr jede sauer verdiente Mark (ähh Euro) dafür herausschmeißen. Und natürlich Eliten wählen, sonst geht gar nichts.
Schöne Wirtschaft.
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