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21.8.2008 von Hans Ulrich Gresch.
Wie oft werde ich von Opfern der Gehirnwäsche durch Persönlichkeitsspaltung gefragt, woran man vertrauenswürdige Therapeuten erkenne. Wie könne man ausschließen, dass ein Helfer mit den Tätern zusammenarbeitet.
Meine Standard-Antwort ist eine Gegenfrage: “Woher wissen Sie, dass sie mir vertrauen können?”
Die Antwort lautet meist, ich hätte ein gutes Buch zum Thema geschrieben, das ihnen geholfen habe.
Dann sage ich: “Zumindest eine Person, die ein hilfreiches Buch zu diesem Thema geschrieben hat, habe ich mit eigenen Augen und Ohren dabei beobachtet, wie sie mit den Tätern kooperierte.”
Darauf folgt meistens Schweigen. Ich warte eine Weile und fahre fort: “Opfer von Gehirnwäsche durch Persönlichkeitsspaltung können noch nicht einmal sich selbst vertrauen. Sie können nie sicher sein, dass nicht, tief eingegraben in ihr Unterbewusstsein, noch Programme aktiv sind, die sie zwingen, im Sinne der Täter zu denken, zu fühlen und zu handeln. Vertrauen entsteht immer - so schrieb einst der kluge Souziologe Niklas Luhmann- immer und stets entsteht Vertrauen durch Signale, die darauf hindeuten, dass Vertrauen gerechtfertigt sei. Dies betrifft das Vertrauen in andere gleichermaßen wie das Vertrauen in sich selbst.”
“Das klingt plausibel”, antworten dann viele. “Aber gleichzeitig ist es sehr vage. Das hilft mir nicht.”
“Es muss natürlich konkretisiert werden. In jeder Kommunikation, auch in inneren Selbstgesprächen, tauchen Signale auf, die für Vertrauenswürdigkeit sprechen oder dagegen. Dies Signale muss man abklopfen. Man frage sich, wem nützt ein Gedanke, eine Äußerung?”
“Geht es nicht noch konkreter?”
“Ein Beispiel: Allen Opfern, ausnahmslos alle Opfern wurden Programme eingepflanzt, deren Aufgabe darin besteht, die Identität der Täter zu verschleiern. Dies ist natürlich logisch. Alle Straftäter versuchen, alle Hinweise auf ihre Person zu eliminieren. Sie ziehen sich Handschuhe an, um keine Fingerabdrücke zu hinterlassen, sie tragen Masken beim Bankraub usw. Sie stellen sich bei ihren Taten niemals mit Namen und Adresse vor. Darum gaukeln auch die Täter der Gehirnwäsche durch Persönlichkeitsspaltung ihren Opfern vor, etwas anderes zu sein, als sie wirklich sind. Ein beliebtes Gaukelspiel sind satanische Rituale, Masken, Roben und anderer Firlefanz. Wenn nun ein Opfer sich unter Qualen an seine Torturen zu erinnern beginnt, wenn es die konditionierten amnestischen Barrieren durchdringt, dann tauchen natürlich zunächst solche Erinnerungen auf und das Opfer ist verständlicherweise davon überzeugt, es sei von Satanisten missbraucht und misshandelt worden.”
“Hmm, und welche Konsequenzen hat dieses Beispiel für die Vertrauenswürdigkeit von Helfern?”
“Heute kann sich niemand mehr herausreden, dass er den genannten Zusammenhang nicht versteht. Es liegt auf der Hand, dass die Täter keine Dummköpfe sind, sonst wären sie schon längst massenhaft überführt worden. Daher ist es auch selbstverständlich, dass sie sich tarnen. Und so setzt jeder Helfer, der die Satanismus-Theorie eines Opfers für bare Münze nimmt und nicht weiter hinterfragt, ein drastisches Signal, das gegen seine Vertrauenswürdigkeit spricht. Selbst wenn er nicht arglistig handeln würde in diesem Falle, schürte er dennoch Zweifel an seiner Vertrauenswürdigkeit: Denn wer vertraut schon gern ausgemachten Idioten?”
“Ist dies das einzige Signal, auf das es ankommt?”
“Natürlich nicht. Das Schema ist immer das Gleiche. Alle Interaktionen des Helfers, die in letzter Konsequenz dem Täterschutz dienen, aus welchen Gründen und Motiven auch immer - all diese Interaktionen sind Signale mangelnder Vertrauenswürdigkeit. Häufen sie sich, dann darf man ziemlich sicher sein, dass die Täter nicht weit sind.”
“Warum kooperieren Helfer mit den Tätern?”
“Wer weiß? Vielleicht werden Sie erpresst, vielleicht lassen sie sich bestechen, mit Geld, mit Karriere-Aussichten. Vielleicht glauben sie sogar, auf der Seite der Guten zu stehen. Manchen reicht es auch, den Mächtigen gefällig zu sein.”
“Soll ich alle Helfer meiden?”
“Nein, natürlich nicht. Lass sie nur spüren, dass du ihnen an den Kragen gehst, wenn sie ein falsches Spiel mit dir treiben. Sag ihnen im coolen Ton, dass du diesen Verrat niemals vergessen würdest. Mach ihnen klar, dass ihre eventuellen Hintermänner sie auf der Stelle fallen lassen, wenn verräterischen Helfern Fehler unterlaufen und man ihnen eine Tatbeteiligung bzw. eine Vertuschung von Straftaten nachweisen kann. Für die Täter an der Spitze der Pyramide dieses Tätersystems sind die willigen Vollstrecker an der “psycho-sozialen Front” höchstgradig entbehrlich und auswechselbar. Wenn die Entwicklung so positiv weiterläuft bisher, dann müssen sich einige von diesen Leuten früher oder später sehr warm anziehen.”
“Ich habe nicht die Kraft für ein so souveränes Auftreten und Auftrumpfen!”
“Reiß dich zusammen, sonst bist du verloren! Ich weiß, welche Power du hast. Hättest du diese Power nicht, dann hätten dich die Täter ganz schnell aussortiert. In dir stecken enorme, überdurchschnittliche Kräfte. Deshalb wurdest gerade du ausgewählt. Nutze nun diese Kraft für dich selbst. Motiviere dich durch deinen Hass auf die Täter, durch deinen Rachedurst.”
“Ich brauche Zeit, um das zu verarbeiten.”
“Du hast keine Zeit zu verlieren. Die Täter haben dir schon genug Lebenszeit gestohlen. Vergeude keine Sekunde in Freiheit!”
Geschrieben in Mind Control, Politik | Drucken | 1 Kommentar »