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16.8.2008 von Hans Ulrich Gresch.
Mitunter fragen mich Betroffene, interessierte Laien und seltener sogar Fachleute: Was hilft beim Rituellen Missbrauch. Ich bin es müde, mir auf derartige Fragen differenzierte Antworten auszudenken, denn die richtige Antwort ist zwar nicht populär, aber sie ist eindeutig: Rache.
Wer von Kindesbeinen an
Der muss den Rachedurst in sich kultivieren, der muss lernen, Freude zu schöpfen aus der Vorstellung, dass er dazu beitragen kann, den Tätern Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Er muss sein Leben einem Ziel weihen: rächende Gerechtigkeit - angemessene Strafe für Täter, die das unmenschlichste Verbrechen begangen haben, das sich ein Menschenhirn nur auszudenken vermag.
Dies ist im Kern die einzige Therapie, die diesen Namen verdient.
Welches Motiv, sagt mir, wäre denn auch stärker als die tief ins Unbewusste eingegrabene Furcht vor endloser Folter - wenn nicht die Rache, wo doch die alles verzeihende Liebe angesichts der Ungeheuerlichkeit des Verbrechens einer Verhöhnung der Humanität gleichkäme?
Woran erkennt man den Fortschritt der Therapie?
Wie oft höre ich die Klagen von Therapeuten, dass der Patient nach einigen Fortschritten immer wieder in das alte, programmierte, selbstschädigende Verhalten zurückfalle, dass man sich mit diesem Patienten im Kreis bewege und nie wisse, ob er sich nach vor oder zurück bewege.
Gut, wer sich im Kreis bewegt, der bewegt sich immer vom jeweiligen Ausgangspunkt weg und auf ihn zu. Er gibt zum Glück ein untrügliches Zeichen dafür, dass ein tatsächlicher Fortschritt, ein entscheidender Durchbruch geschafft wurde. Dieses Zeichen ist die Entwicklung eines tödlichen Hasses auf die Täter. Solange das Opfer noch Teil des Tätersystems ist, wirkt ein Programm, das die Entwicklung dieses nur zu verständlichen, durch und durch menschlichen Hasses blockiert. Dies ist ein zentrales Programm im System der Bewusstseinskontrolle. Sobald diese Schwelle überschritten ist, sobald er endlich da ist, dieser langersehnte und erflehte tödliche Hass - wenn das endlich geschafft ist, dann zeigt sich Licht am Ende des Tunnels.
Nun besteht die Aufgabe des Therapeuten darin, das Opfer nicht im Feuer dieses tödlichen Hasses verglühen zu lassen. Der Hass braucht eine Richtung. Und diese Richtung ist das vom Rachedurst angetriebene Streben nach Gerechtigkeit, nach der angemessenen Strafe für die Täter, ihre Hintermänner, ihre Helfershelfer, für die willigen Vollstrecker. Allein die Beschäftigung mit Taktiken und Strategien zur Lösung dieser Aufgabe besitzt heilende Kraft. Und der kleinste Schritt in diese Richtung ist ein großer Schritt auf dem Weg zur Überwindung der seelischen Verkrüppelung, die von Kindesbeinen an durch Folter, Hypnose, Drogen, sensorische Deprivation, brutale, demütigende Erziehung und Abrichtung zur Selbstzerstörung auf Befehl verursacht wurde. Eine vollständige Heilung so schwerer psycho-physischer Schäden ist allerdings unmöglich. Doch das Leben der Opfer wird erträglich, wenn sie sich klug und zielstrebig von Hass und Rachedurst leiten lassen: unverzagt, beharrlich, intelligent, umsichtig, bis ans Lebensende.
Geschrieben in Satanisch Ritueller Missbrauch, Mind Control, Psychotherapie | Drucken | 7 Kommentare »