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5.8.2008 von Hans Ulrich Gresch.
Clement ist die Symbolfigur für Hartz IV.
Hartz IV ist der Hauptgrund für das Erstarken der Partei “Die Linke”, sogar für deren Existenz in ihrer jetzigen Form.
Nun soll Clement aus der SPD ausgeschlossen werden. Grund: Der Mann hatte vor der Landtagswahl in Hessen die Wähler dazu aufgerufen, die SPD-Kandiatin Ypsilanti nicht zu wählen.
Vor rund fünfzig Jahren habe ich im Gemeinschaftskunde-Unterricht gelernt, dass sich ein Demokrat u. a. dadurch auszeichnet, Mehrheitsentscheidungen zu akzeptieren. Ypsilanti hatte die Mehrheit der SPD in Hessen hinter sich. In jeder demokratischen Partei würde das Verhalten Clements als parteischädigend empfunden.
Dieses Verhalten ist der offizielle Grund für seinen Ausschluss. Doch de facto geht es in dem Streit deswegen um eine andere Frage. Die einen meinen, Clement solle schändlicherweise für Hartz IV abgestraft werden - und die anderen sagen, es sei gut, dass er ausgeschlossen werde, wegen Hartz IV.
Die einen betonen seine Verdienste, die anderen fragen nach den Quellen seines Einkommens. Derweil sieht Clement keinen Grund zur Reue. Mehrheiten hin oder her, die SPD solle gefälligst zu Kreuze kriechen und ihn nicht unbotmäßig bei der freien Äußerung seiner Meinungen stören.
Recht hat der Mann. Durch seinen Ausschluss könnte die Linke Stimmen verlieren. Die SPD soll sich nicht zieren und noch einmal ein Auge zudrücken. Mit verdienten Totengräbern sollte die SPD nicht so schamlos umgehen. Ein Rauswurf würde doch nur missverstanden im Volke. Und das wäre sehr schlecht für uns alle - oder präziser: für 98,5 Prozent der Bevölkerung.
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