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13.3.2007 von Hans Ulrich Gresch.

Gestern besuchte George Bush Iximché, eine archäologische Stätte in Guatemala, einst die stolze Hauptstadt eines Königreichs der Maya. Dort sprach er zu den Einheimischen:
“Frau Bush und ich haben uns so darauf gefreut, Sie zu treffen, denn Sie gehören zu den Leuten, die träumen, die hart arbeiten und die so wundervolle Produkte herstellen. Und zwei Dinge möchte ich Ihnen mitteilen: erstens hilft USAID dank der Großzügigkeit des amerikanischen Volkes Menschen wie Ihnen überall in dieser Region, ihre Träume zu verwirklichen… Zweitens ist der Freihandel bedeutend für eine Menge Leute. Er ist bedeutend für unser Land, es ist ein Zugang. Er schafft Arbeitsplätze in Amerika so wie bei Ihnen hier. Und so danken wir Ihnen für Ihre wundervolle Gastfreundschaft.” (The White House Press Office)
Es ist bekannt, dass die einfachen Menschen in Mittel- und Südamerika guten Grund haben, die USA innig zu lieben. Von den geschätzten elf Millionen illegalen Immigranten in den USA stammen schließlich etwa eine Million aus Guatemala. Wenn das kein Liebesbeweis ist!
Böse Zungen allerdings behaupten, die Guatemalteken würden nicht freiwillig ihr Land verlassen, sondern aus wirtschaftlicher Not - und diese sei die Folge der imperialistischen Politik der Vereinigten Staaten, die sich mit guatemaltekischen Diktatoren verbündeten, um das Land zu unterwerfen und auszuplündern.
Immerhin räumte sogar der frühere Präsident Bill Clinton ein, es sei ein Fehler gewesen, dass die Vereinigten Staaten seit Beginn der fünfziger Jahres des vorigen Jahrhunderts rechtsgerichtete Regierungen in Guatemala unterstützt hätten.
Maya-Priester einer Gemeinde in der Nähe von Iximché haben angekündigt, dass sie den Heiligen Ort durch ein Reinigungsritual von der bösen und aggressiven Energie des US-Präsidenten befreien wollen. Ein Indianerführer, Jorge Morales Toj sagte laut AlJazeera: “Wir protestieren dagegen, dass der größte Mörder der Welt unseren heiligen Ort betritt.”
Venezuelas Präsident Hugo Chávez dürfte sich bestätigt sehen. Während einer Rede vor den Vereinigten Nationen im September 2006 sagte er und meinte George Bush: “Der Teufel kam gestern hierher. Und es riecht heute immer noch nach Schwefel.”
Die Mayas wollen den diabolischen Gestank unter frommen Gesängen mit Räucherpfannen und Kräutern vertreiben.
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