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Archive für 28.11.2006

Satanismus - die falsche Fährte

Unbemerkt von der großen Mehrheit der Bevölkerung haben sich Netzwerke gebildet, die dem Herrn der Finsternis huldigen. In Schwarzen Messen opfern Teufelsjünger Säuglinge und begeben andere, schier unaussprechliche Taten. Sie missbrauchen Kinder rituell, um sie geistig zu versklaven und sie dem Willen Satans zu unterwerfen.

Wer glaubt so etwas? Die Mehrheit, die nichts merkt, natürlich nicht. Auch ich, obwohl sonst eher die Mehrheitsmeinung scheuend, glaube das nicht. Ich glaube das nicht, obwohl ich eine ganze Reihe von Menschen gesprochen habe, die berichten, sie seien rituell missbraucht, gefoltert, unter Drogen gesetzt, hypnotisiert und dressiert worden wie Tiere. Diesen Menschen glaube ich durchaus, nur… ich glaube nicht, dass die Täter Satanisten waren.

Warum nicht? Trotz der großen Zahl derartiger Berichte aus vielen Weltgegenden ist bisher noch nie ein satanistisches Netzwerk enttarnt worden. Hin und wieder wurden Einzeltäter verurteilt, die mehr oder weniger grausame Taten begangen hatten und sich dabei auf Satan beriefen. Wegen ritueller Abrichtung eines Menschen wurde bisher meines Wissens nur ein Mensch verurteilt, in Amerika, und zwar in einem sog. “Default-Urteil”, also nicht wegen erwiesener Schuld, sondern weil er der Anschuldigung trotz wiederholter Aufforderung zur Stellungnahme nicht widersprach.

Dann täuschen sich also die Menschen, die Opfer satanischer Abrichtung zu sein vorgeben, oder sie lügen? Manchmal vielleicht, doch in den meisten Fällen vermutlich nicht. Wie kann das sein? Ganz einfach: Der Satanismus ist eine bewusst gelegte falsche Spur. Man hätte auch Außerirdische als Täter vorgaukeln können.

Wer will denn schon so hinterwäldlerisch oder leichtgläubig sein, satanisch rituellen Missbrauch oder Ufo-Entführungen für möglich zu halten. Genau dies machen sich die Täter zu nutze. Die Frage lautet: Wer sind die Täter, die solche abscheulichen Taten begehen können, ohne jemals überführt zu werden? Lesen Sie:

Spekulationen über die üblichen Verdächtigen

Wer soll das bezahlen? 

Alles nur falsche Erinnerungen? 

Unsichtbare Ketten. Ein Sachbuch zum Thema

Das Janus-System. Ein Roman, der beschreibt, was zum Vorschein kommt, wenn die schwarzen Roben fallen

Wie wichtig es ist, die absichtliche Erzeugung multipler Persönlichkeiten vom Satanismus zu trennen, zeigt folgendes Papier des Instituts für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene. Es demonstriert sehr schlüssig und einleuchtend, dass Satanismus ein marginales gesellschaftliches Problem ist und alle Warnungen davor maßlos übertrieben und in einer demokratischen Gesellschaft unangebracht sind. Da diesem Urteil jeder halbwegs aufgeklärte Mensch zustimmen muss, besteht die Gefahr, dass auch der sog. “Rituelle Missbrauch” als Hirngespinst abgetan wird, wenn - ja wenn man ihn ohne Not mit dem Satanismus verbindet. Der rituelle Missbrauch, die gezielte Persönlichkeitsspaltung durch Folter, Drogen, Hypnose, Elektroschocks, sensorische Deprivation und ähnliche Methoden gehört aber nicht in diesen Bereich. Es handelt sich um eine Form der Gehirnwäsche, zählt also zur Polit-Kriminalität bzw. zum Staatsterrorismus.

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