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9.11.2006 von Hans Ulrich Gresch.
Der berühmte Schriftsteller und Erfinder des größten Indianerschwindels seit Karl May, Carlos Castaneda hatte einmal ein unheimliches Erlebnis mit einem Yogameister. Der Arzt Claudio Naranjo, der seine Patienten mit halluzinogenen Drogen zu behandeln pflegte, hatte das Gespräch zwischen Castaneda und dem Guru arrangiert.
Castaneda versuchte, Parallelen zwischen seinen Erfahrungen und den Lehren des spirituellen Lehrers zu entdecken. Aber die Konversation beschränkte sich auf Belanglosigkeiten und umständliche Rituale.
Gegen Ende des Gesprächs ergriff der Meister einen Gegenstand, der wie ein Wäschesprenger aus Metall aussah. Er begann, Castaneda mit einer Flüssigkeit zu besprühen, die ihm ganz und gar nicht gefiel. Danach zog sich der Guru zurück.
Der Schriftsteller fragte einen der Jünger des Meisters, womit ihn dieser besprüht habe. Zunächst wurde ihm nur beschieden, dass er sich glücklich schätze dürfe, der Göttliche habe ihm eine große Ehre erwiesen. Doch Castaneda bestand darauf zu erfahren, was das Gefäß enthielt.
Schließlich räumte man ein, dass man alle Ausscheidungen des Meisters aufbewahre: „Alles, was aus ihm kommt, ist heilig!“
(Quelle: Graciela Corvalan: Der Weg der Tolteken. Ein Gespräch mit Carlos Castaneda. Frankfurt a. M., Fischer Verlag. 1987)
Aus dieser Geschichte lernen wir, dass wir den Segnungen der Gurus besser nicht blind vertrauen sollten.
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