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Oktober 2006
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Archive für Oktober 2006

Keine Macht den Drogen

Ein Süchtiger sitzt auf einem Stuhl. Vor sich ein Tisch, darauf eine Spritze mit Heroin. Er ist im Grunde ein guter, ganz normaler Junge, der aus einem normalen, guten Elternhaus kommt. Er möchte aufhören. Er kämpft. Doch er verliert. Die Droge zwingt ihn, sich die Spritze in die Vene zu jagen.

Da stimmt doch was nicht, denken Sie vielleicht. So kann es doch nicht gewesen sein. Die Droge ist doch nur eine Substanz, ein seelenloses Wesen, das keinen Zwang ausüben kann.

Wer kennt ihn nicht, den Slogan: Keine Macht den Drogen!

Sprache ist verräterisch. Welche Macht steckt hinter dem Ruin so vieler Menschen wirklich? Wenn’s die Droge nicht sein kann? Vielleicht sollten wir es uns bei der Antwort nicht gleich schon wieder zu leicht machen…

Deutschland Weltspitze

Deutschland gehört zur Weltspitze. Bei den Zwangseinweisungen. Unser Land liegt in Europa mit einer Zwangseinweisungsquote von 175 pro 100.000 Einwohner auf dem zweiten Platz hinter Finnland. Und die… packen wir auch noch. Eine Studie hat zwischen 1992 und 2000 in absoluten Zahlen einen Anstieg von 94.000 auf 163.000 festgestellt, Tendenz weiter steigend. Wie machen wir das nur? Ja, unsere Psychiater passen halt immer besser auf, denen gehen immer weniger durchs Netz. Ein schönes Beispiel für die gestiegene Wachsamkeit der Seelen-Cops beschreibt DasErste.de in [W] wie Wissen. Weiter so, Jungs. Ihr seid Deutschland.

Eine Studie des Arbeitskreises zur Prävention von Gewalt und Zwang in der Psychiatrie ergab: 9-10 % der Insassen in der Psychiatrie werden während ihres Aufenthalts mindestens einer Zwangsmaßnahme unterworfen. Der Arbeitskreis ist kein wutschnaubender Verband unverbesserlicher Psychiatriegegner, sondern ein Zusammenschluss namhafter psychiatrischer Kliniken in Deutschland. In seiner Web Site hat der Arbeitskreis die Ergebnisse seiner Studie im Detail analysiert. Ein Horrorszenario.

Der Initiator dieses Arbeitskreises, der Psychiater Prof. Dr. Tilman Steinert will in einer Studie herausgefunden haben, dass zwangsbehandelte Schizophrene genauso gute Therapie-Ergebnisse hätten wie freiwillig therapierte. Er hat dies mit Rating-Skalen gemessen. Rating-Skalen beruhen auf subjektiven Einschätzungen. Aus methodischer Sicht sind solche Untersuchungen allerdings nur höchst eingeschränkt aussagekräftig, weil sie den sog. Allegianz-Faktor nicht kontrollieren. Steinert ist nämlich Arzt in einem psychiatrischen Zentrum, das Menschen zwangsbehandelt. Daher könnte er voreingenommen sein und dies könnte seine Ratings bzw. die Ratings seiner Forschungsmitarbeiter beeinflussen, die ja auf subjektiven Eindrücken beruhen. Damit will ich niemandem bewusste Fälschung unterstellen. Dafür gibt es keine Anzeichen - und dagegen spricht auch mein Urvertrauen in die Menschheit. Dennoch haben auch Psychiater ein Unbewusstes, dass ihre Urteile zu beeinflussen vermag. Und dieses Unbewusste ist, wie Psychiater ja vom Übervater Freud gelernt haben, ist ein brodelnder Bottich von Wünschen und Begierden.

Schattengefängnisse

Psychiatrische Krankenhäuser sind nützliche Einrichtungen. Manche, die nicht mehr ein noch aus wissen und sonst niemanden haben, der ihnen hilft… diese Menschen finden dort Aufnahme und Schutz.

Doch psychiatrische Krankenhauser sind auch, nicht nur, aber auch Schattengefängnisse, in denen unschuldige Menschen aufgrund eines Grauen Rechts (PsychKG) ihre Strafe wegen abweichenden Verhaltens absitzen.

Das Gesetz über Hilfen und Schutzmaßnahmen bei psychischen Krankheiten (PsychKG)beruht auf der Fiktion psychischer Krankheiten. Diese gibt es aber nicht.

Die Unterbringung nach dem PsychKG unterliegt zudem der Fiktion, Psychiater könnten mit hinlänglicher Sicherheit vorhersagen, dass ein Mensch für die öffentliche Ordnung eine Gefahr darstellt und sich und andere gefährdet. Sie können es aber nicht.

Ein unhaltbarer Zustand.

Vergleichende Werbung

Aufgrund einer EU-Richtlinie ist vergleichende Werbung seit dem 14. Juli 2000 erlaubt - allerdings mit Einschränkungen. So müssen die Behauptungen zum Beispiel objektiv nachprüfbar wahr sein, der Mitbewerber darf nicht verunglimpft und der Kunde darf nicht in die Irre geführt werden.

Interessierte Kreise warnen davor, sich einer Psychotherapie bei einem nicht-approbierten Anbieter von Psychotherapie zu unterziehen, also z. B. bei einem Heilpraktiker. Diese Warnung wird u. a. mit dem Argument begründet, dass die langjährige Ausbildung und die wissenschaftlich fundierten Methoden der approbierten Psychotherapeuten (Ärzte bzw. Psychologischen Psychotherapeuten) eine effektivere Behandlung garantierten.

Dies ist eine Behauptung, die der objektiven Überprüfung nicht standhält. Im Gegenteil: Nach Datenlage sind alle psychotherapeutischen Methoden gleich effektiv. Die Wirkung der Behandlung beruht nicht auf methodenspezifischen Einflüssen, sondern auf allgemeinen Faktoren, die in jeder Psychotherapie gleich welcher Art realisiert sein können. Außerdem steht der Erfolg einer Behandlung nachweislich in keinem Zusammenhang zwar Ausbildung, Fachrichtung und Berufserfahrung des Psychotherapeuten.

Der Psychotherapie-Interessierte sollte sich schon fragen, wie vertrauenswürdig Leute sind, die unter diesen Bedingungen vergleichend und entwertend für sich werben.

Der Heiler ist der Patient

Psychotherapie und die Behandlung mit Psychopharmaka sind kaschierte Formen der Selbstheilung. Kaschiert sind sie, weil den Psychotherapeuten bzw. den Psychopharmaka eine ursächliche Wirkung auf den Heilungsprozess zugeschrieben wird. Dies ist jedoch nicht der Fall. Keine Pille und auch keine psychotherapeutische Methode wirken kausal. Die eigene Seele kann man nur selbst verändern.

Warum aber sind dann Psychotherapie und Psychopharmaka (etwas) effektiver als Placebos oder keine Behandlung? Zunächst einmal sollte man bedenken, dass die Wirkung von Psychotherapie und Psychopharmaka zum größten Teil auf dem Placebo-Effekt beruht. Es bleibt aber eine Restwirkung, klein zwar, aber statistisch signifikant, die nicht mit dem Placeboeffekt erklärt werden kann.

Dieser kleine Rest ist aber auch nicht die Folge der psychotherapeutischen Kunst oder spezischer Methoden. Sie ist auch nicht das Ergebnis der bewusstseinsverändernden Wirkung von Psychopharmaka. Letztere ist zwar vorhanden, aber sehr unspezifisch. Dieser kleine Rest ist die Folge des Glaubens der Psychotherapeuten oder Psychiater an ihre Methode oder ihr Mittel. Die Begeisterung, die Heilsgewissheit, die Überzeugungskraft überträgt sich auf den Patienten oder Klienten. Doch der Patient muss auch offen dafür sein, er muss die Begeisterung des Helfers in eine eigene seelische Kraftquelle umwandeln. Fazit: Der Heiler ist der Patient. Leider kaschiert die Sprache des medizinischen Modells diesen offenkundigen Sachverhalt.

Die Überzeugung von der Wirksamkeit eines Medikaments kann ein Arzt in einer Doppel-Blind-Studie natürlich nicht entwickeln, denn er weiß ja, dass er an einem Placebo-Experiment teilnimmt und möglicherweise die Zuckerpille verschreibt.

In einer psychotherapeutischen Placebo-Studie ist die Sache noch etwas verwickelter. Diese kann ja nicht doppelblind sein. Der Psychotherapeut weiß also, ob er eine Placebo-Therapie anwendet oder nicht. Falls es sich um eine Placebo-Therapie handelt, wird sich seine Begeisterung in Grenzen halten.

Aus diesem Grunde sind Psychotherapien immer effektiver als Placebo-Therapien. Das ist gleichsam eingebaut. Demgegenüber kann sich ein Medikament durchaus als nicht wirksamer als ein Placebo erweisen - in einer Doppelblind-Studie. In der Praxis aber, wenn der Doktor glaubt, ein wirksames Medikament zu verschreiben, sieht die Sache schon wieder anders aus. Dasselbe Medikament, dass sich in einer Studie als gleich wirksam wie ein Placebo herausgestellt hat, wäre in der realen Behandlungssituation, kraft Begeisterung des Arztes, dann doch effektiver als ein Placebo.

Seele oder Psyche

Die Beziehung zwischen der menschlichen Umwelt und dem menschlichen Verhalten vermittelt ein Faktor X. Diesen Faktor kann man sich als Blackbox vorstellen, als Schwarzen Kasten. In diesen Schwarzen Kasten kann man auch nicht mit Brainscans hineinschauen, denn diese bilden nur einen Schwarzen Kasten im Schwarzen Kasten ab. Im Laufe der Jahrtausende haben die Menschen allerlei Kosenamen für die Blackbox gefunden, z. B. Seele oder Psyche. Dabei handelt es sich um Hypothetische Konstrukte, weil die Annahmen über den Inhalt des Schwarzen Kastens stets weit über das hinausgehen, was sich aus den Beobachtungsdaten ableiten lässt. Die wissenschaftliche, empirische Psychologie verwendet daher den Begriff “Psyche” nur ungern, der Behaviorismus verwarf ihn vollständig. Die kognitive Psychologie hat allerlei Modelle zu den Vorgängen im Schwarzen Kasten entwickelt, die sich mehr oder weniger gut empirisch überprüfen lassen. Das geht so: Man leitet aus dem Modell Annahmen für beobachtetes Verhalten ab, das sich unter definierten Bedingungen zeigen müsste, wenn das Modell richtig ist. Zeigen sie sich aber nicht, dann müsste das Modell eigentlich verworfen oder modifiziert werden. Eines der ältesten Modelle dieser Art wurde von Miller, Galanter und Pribram in “Plans and Structure of Behavior” entworfen. Das Erscheinen dieses Buches gilt als die Geburtsstunde der Kognitiven Psychologie. Das hier vorgeschlagene Modell ist eine Computer-Analogie. Pläne intervenieren zwischen Reizen und Reaktionen - und diese Pläne sind algorithmisch. Die Mainstream-Psychologie verwendet den Begriff der Seele überhaupt nicht. Die Gründe dafür sind irrational und forschungspolitisch. Wenn wir vom theologischen Gebrauch dieses Begriffs einmal absehen, so bezeichnet die Seele die Gesamtheit der Geschichten, die ein Individuum sich und anderen über sich selbst und seine besondere Sicht der Welt erzählt. Werden diese Geschichten gedeutet, dann kommt man zur hermeneutischen Psychologie, die unter dem Einfluss des Behaviorismus und seiner scientistischen Nachfolger lange Zeit ein akademisches Schattendasein führte. Die Unzufriedenheit mit dem Computer-Modell und seiner neuropsychologischen Ableger führt allerdings neuerdings wieder zu einem wachsenden Interesse an der Seele in der Psychologie. Qualitative Forschungsmethoden, die Widergeburt der Introspektion und die Entwicklungen der sog. narrativen Psychologie zeugen davon. Wir haben auf der einen Seite den psychologischen Mainstream, der heute neuro-psycho-biologisch ausgerichtet ist, in dem Psychophysiologie, Psychologie und Genetik zusammenfließen. Auf der anderen Seite aber wächst das Unbehagen mit Ansätzen, die in der Blackbox nur algorithmische Prozesse verorten. Das eigentlich Menschliche, so meinen diese Kritiker, seine Kreativität, seine Individualität, seine Subjektivität würde durch diese Sichtweise ins Dunkle des Kastens verfehlt. Ich verwende die Begriffe Seele und Psyche sparsam, wohl wissend, dass es sich dabei um Fiktionen handelt, um Fiktionen aber, die als Kürzel hilfreich sind. Die Position, dass die Psyche den Gegenstand der wissenschaftlichen Psychologie bezeichne, wohingegen die Seele der Parawissenschaft zugeordnet sei, halte ich für falsch - sie zeugt wohl von der unzulänglichen Kenntnis dessen, was im Bereich der wissenschaftlichen Psychologie so alles abläuft zur Zeit. Das Bedürfnis, alles säuberlich in Schubladen zu packen, verstehe ich gut. Ordnung muss sein. Aber man muss aufpassen. Man sollte zu Großes nicht gewaltsam hineinpressen, sonst gehen entweder das Große oder die Schublade kaputt.

Mentalisieren

Wir müssen alle lernen, besser zu “mentalisieren” - um einen Begriff des britischen Psychoanalytikers Peter Fonagy zu verwenden. Mentalisieren bedeutet, mentale Zustände wahrzunehmen und zu kommunizieren. Mentale Zustände sind z. B. Gefühle, Stimmungen, Absichten, Wünsche, Ziele, Gedankengänge usw. Dazu bedarf es einer Offenheit nicht nur gegenüber eigenen, sondern auch fremden mentalen Zuständen.

Wer auf der Ebene von “Kürzeln” kommuniziert (”Du Schwein”), wird schnell aggressiv (”"Ich hau dir in die Fresse!”). So geht das auch mit psychiatrischen Begriffen (”Du schizophren!” - “Du gehörst weggesperrt!”).

Unsere Kultur ist schwach im Mentalisieren - und sie wird immer schlechter. Das ist nicht in erster Linie eine Frage der Intelligenz. Das ist das Ergebnis einer im Kern brüchigen Identität.

Die meisten Menschen werden in unserer Kultur nämlich von Kindesbeinen an dazu abgerichtet, ihr eigenes Selbstwertgefühl von Urteil anderer abhängig zu machen. So werden gute Konsumenten und Arbeitstiere dressiert. Da aber Gefühle dem Denken die Richtung geben, sieht das Selbstbewusstsein entsprechend aus.

Die mentalen Zustände bestehen demgemäß überwiegend aus Schablonen, die von außen zugeführt werden. Die Quelle des Selbst wird so vergiftet. Mentalisieren erübrigt sich so gewissermaßen, weil das Selbst, der Organisator aller mentalen Zustände, von außen definiert wird - und zwar, wie die Erfahrung lehrt - weitgehend willkürlich.

Ist Psychologie wirklich nur Hokuspokus?

Auf diese Frage gibt es zwei Antworten. Die erste Antwort ist ein ganz entschiedenes Ja.

Beispiele:

Psychologische Psychotherapeuten posaunen, Ihre Methoden seien die besten der Welt. Stimmt nicht. Alle Methoden sind für den Erfolg einer Psychotherapie gleichermaßen unbedeutend. Die Hauptarbeit leistet der Klient selbst. Seine Selbstheilungskräfte, sein Mut, seine Entschlossenheit sind entscheidend.

Psychologische Experten behaupten, sie könnten zukünftige Entwicklungen eines Menschen besser vorhersagen als Laien. Alles Quatsch. Sie können es gar nicht. Vorhersagen auf Basis meist sehr einfacher statistischer Modelle schlagen sowohl Laien als auch die Psycho-Experten.

Und nun kommen wir zur zweiten Antwort, einem entschiedenen Nein.

Empirisch arbeitende Psychologen haben mit wissenschaftlichen Methoden nachgewiesen, welche dass die obigen Behauptungen von Psychologen Hokuspokus sind. Sie haben statistische Modelle entwickelt, die uns helfen, unsere Welt besser zu verstehen und ihre Entwicklungen besser vorherzusagen. Sie haben Aberglauben entmystifiziert. Sie schrecken dabei auch nicht vor den Mythen der eigenen Zunft zurück. Sie können Menschen helfen, vernünftig zu handeln, auf die eigene Kraft und die eigenen Erfahrungen zu vertrauen - und sich nicht ins Bockshorn jagen zu lassen von falschen Experten, Gurus und Abzockern mit flinkem Mundwerk.

Psychodiagnosen sind tödlich

Vermeiden Sie Psychodiagnosen. Sie werden Ihnen schaden, können sogar tödlich sein. Die Warung auf den Zigarettenpackungen gilt analog auch für Psychodiagnosen. Der Psychiater Heinz Faulstich wies z. B. in seiner Arbeit “Hungersterben in der Psychiatrie” nach, dass auch nach 1945 bis 1949 “Patienten” getötet wurden - also nach dem Zusammenbruch der Nazi-Herrschaft. Die Täter und die Opfer waren dieselben wie vor 1945. Die Mordmethode: Man ließ die als psychisch krank diagnostizierten Menschen absichtlich verhungern. Dies war auch schon vor 1945 die häufigste “Euthanasie”-Methode, nicht das Gas. Die Nazi-Psychiatrie nannte dies die “Diät E”.

Wenn Sie psychische Probleme haben, kommunizieren Sie diese besser nicht in Form von Psychodiagnosen. Die Sprache besitzt genug andere Begriffe, um Ihren Zustand, Ihre Gefühle, Ihr Denken, Ihre Stimmungen und Erwartungen zu beschreiben.

Psychisch krank?

Ein Mensch trifft einen Bekannten.

“Wie geht’s?”

“Ach verdammt, ich hab mir ‘ne arge Erkältung eingefangen!”

“Na dann, nichts wie ins Bett und gute Besserung!”

Ein anderer Mensch trifft einen Bekannten.

“Wie geht’s?”

“Schlecht. Ich bin psychisch krank!”

Betretenes Schweigen, dann:

“Ja, also, ich kann mir das gar nicht vorstellen, damit hatte ich noch nie was zu tun. Aber es soll ja gute Medikamente geben.”

Zwischen “krank” und “psychisch krank” liegen Welten. Es ist ratsam, sog. psychische Krankheiten zu verschweigen. Man kann Freunde, sogar seinen Arbeitsplatz verlieren, wenn man sich dazu bekennt. Man kann in die soziale Isolation geraten, sogar in den Selbstmord getrieben werden.

Dabei gibt es psychische Krankheiten gar nicht, jedenfalls nicht im medizinischen Sinne. Keine Form des Verhaltens oder Erlebens ist an sich krank. Die Einstufung als “psychisch krank” ist eine gesellschaftliche Bewertung, bezeichnet eine Abweichung von der Norm. So galt Homosexualität früher als psychische Krankheit. Heute schüttelt jeder halbwegs normale Mensch den Kopf darüber: “Was, der Wowi soll psychisch krank sein. So’n Blödsinn!”

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